Operation

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  • #5666
    Tatjana
    Gast

    Hallo,
    ich habe mich nun dazu entschieden: Ich lasse mich an der Nase operieren, um endlich von den verdammten Nasensprays loszukommen. Am 4.11. habe ich jedoch erstmal den CT Termin für die Nasennebenhöhlen und am 11.11.komme ich dann auf den OP-Tisch. ich habe allerdings totale Angst und Panik, wenn ich nur daran denke, nach der OP mit einer von Tamponaden verschlossenen Nase aufzuwachen. Selbst wenn ich nur hier davon schreibe bekomme ich schon eine Gänsehaut und Tränen steigen mir in die Augen.

    #5667
    Tatjana
    Gast

    Bei meinem letzten besuch im Krankenhaus meinte der Arzt, dass ich nun endlich was wegen meiner Nase tun sollte und ich willigte ein, deshalb habe ich jetzt auch diese beiden wichtigen Termine vor mir. Ich mache den Eingriff allerdings stationär und nicht ambulant, weil mir das Gefühl im Krankenhaus zu sein ein bisschen mehr Sicherheit gibt, wenn ich Probleme mit der Nase bekomme. Man sagte mir auch, dass man wohl die Nasenscheidewand richten werde, die Schwellkörper verkleinert und die Nasennebenhöhlen vergrößern würde. Das ist ja alles schön und gut, doch trotzdem bin ich hinterher diejenige, die mit verschlossener Nase wach im Bett liegt und Panik hat, weil sie durch den Mund atmen muss – und dies ist für mich das schlimmste überhaupt. Einen „kalten Entzug“ habe ich schon mal probiert, bin aber kläglich gescheitert und die meisten der HNO-Ärzte, mit denen ich darüber gesprochen habe, haben sich eher über mich lustig gemacht, als das Problem ernst zu nehmen. meine Eltern und mein Lebensgefährte unterstützen mich sehr wegen der OP, vor allem, weil Angst vor der Narkose und so habe, aber mit Betroffenen darüber zu reden ist doch noch einmal etwas ganz anderes. Was meint ihr – wie lange wird es dauern bis ich eingermaßen Luft durch die Nase bekommen werde. Von meinem Arbeitgeber habe ich drei Wochen frei bekommen. Reicht die Zeit, wenn man sich nach der OP an das hält, was die Ärzte sagen bzw. empfehlen??

    #5884
    yvonnepink
    Gast

    Hallo Tatjana,

    zuerst einmal, Du gehst den richtgen Weg denn er scheint mehr als notwendig. Auch ich bin den Weg gegangen, Du kannst alles über die OP und die Tage danach lesen. Ja Du entscheidest rchtig dies auch stationär zu tun, glaub mir so schlimm ist es wirklich nicht Du wirst im Krankenhaus auch genug Ablenkung haben, und sobald alles wieder raus ist bekommst Du Luft.
    Glaub mir dann wirst Du selbst sagen ja genau, ich bin den richtigen Weg gegangen.

    Keine Angst eine Stinknase wär viel viel schlimmer. Ich hatte meine OP vor 2 Jahren und auch panische Angst denn ich bin Nasenatmer , aber glaub mir es geht auch durch den Mund, man wird nicht ersticken. Nach 3 Tagen kommt alles raus oder jetzt sogar schon eher und dann bekommst schon Luft, und Du bist schlagartig vom Nasenspray oder Tropfen weg. Wichtig mach vor der OP wenn sie Dich in den OP bringen wollen kein Spray oder Tropfen rein sonst sind die Schleimhäute abgeschwollen und die machen zu wenig weg. Dann kanns passiern das Du nochmal operiert werden mußt, und das wär nicht so gut. Du wirst schlafen wie ein Baby keine Angst vor der Narkose. Ich drücke Dir alle Daumen die ich habe TOI TOI TOI bist tapfer. 😀

    #6001
    yvonnepink
    Gast

    Tatjana,

    die Ärzte haben sich nicht lustig gemacht glaub mir, die wissen das es schwer ist Menschen zu überzeugen die Angst und Panik haben, obwohl es eben einen einfachen Schritt gibt. Das belächeln ist eher Ausdruck der Überforderung, wie bringt man den Menschen der die Sucht hat dazu zu begreifen das seine Nase innen gerichtet werden sollte und das Problem der Sucht von den Tropfen oder Spray kommtgerade weil viele glauben ihre Nase ist innen in Ordnung. Allerdings hat eine Sucht doch immer einen Grund, und wichtig ist, man erkennt und bekennt sich dazu, und dann kommt halt der schwerste Weg, das lächeln der Ärzte bedeutet eigentlich nur eins, „ich weis das hier nur die OP hilft, allerdings kann ich Dir diese 3 schweren Tage mit Tamponage nicht abnehmen, das tut mir Leid, es geht nur so“.Vielleicht hättest Du doch schneller den Termin nehmen sollen versuch es doch das es doch noch eher geht, mach Dich nicht verrückt, und glaube mir Du wirst das nicht bereuen. Diese paar Tage wirst Du überstehen, nimm Dir was für deine trocknen Lippen mit und auf gar keinen Fall Nasentropfen oder Spray laß es zu Hause, das könnte Blutungen verursachen.

    #6282
    Eddy
    Gast

    Willkommen „im Club“ liebe Tatjana, und vielen Dank, dass Du uns an Deiner Geschichte teilhaben lässt. Du hast es selbst schon geschrieben: es kann helfen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, denn hier stößt Du weder auf Ablehnung, noch macht sich jemand über Dich und Deine Sucht lustig. Wir hier wissen, was Du durchmachen musst! Dass HNO allerdings so reagiert haben, wie du es beschrieben hast, finde ich höchst bedenklich. Das kann doch wohl nicht wahr sein?! Das macht mich fassungslos!

    Ich selbst habe keine OP hinter mir, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, was in Dir vor geht, so kurz davor. Ich hätte wohl die gleiche Panik vor der OP selbst und vor dem, was danach kommt. Die Vorstellung, mit einer tamponierten Nase aufzuwachen, ist ja wirklich beängstigend. Aber ich bin froh, dass Yvonne – die ja diese OP schon selbst erlebt hat – Dich hier aus Ihrer eigenen Erfahrung heraus beruhigen kann. (Danke, Yvonne!)

    Du hast mit Deinem Entschluss den richtigen Weg eingeschlagen. Jetzt musst Du noch ein paar Tage sehr tapfer sein – und danach wirst Du ein anderer Mensch! Ich wünsche es Dir und freue mich für Dich mit!

    #6475
    Tatjana
    Gast

    Ich mache diese OP auch nur weil ich weiß dass der Entzug dadurch im Grunde einfacher ist, als es über Wochen zu Hause so zu versuchen. Aber ist schonmerkwürdig, dass der Entzug durch eine OP so schnell geht und man zu Hause Wochen dafür brauchen würde. Igrnedwie freue ich mich ja auch schon auf die Zeit danach – einfach ohne Spray leben zu können, denn es beeinflusst das Leben schon sehr. Ständig schauen ob man mit seinem Vorrat noch übers Wochenende kommt, ständig ein Blick in die Handtasche ob da noch ein Fläschchen ist. Mein freund übt quasi schon mit mir durch den Mund zu atmen, denn er hat mir vor ein paar Tagen gesagt, dass ich den Mund viel zu weit auf mache, wenn ich durch den Mund atme. ich werde mich überraschen lassen müssen …

    #6480
    yvonnepink
    Gast

    Tatjana,

    die OP wird ja gemacht weil Deine Nase im Innenraum nicht in Ordnung ist, wenn das nicht wär, dann wärst Du vielleicht gar nicht in die Sucht gekommen, das schöne an dieser OP ist das sind nur paar Tage wo des Zeugs drin ist, ein kalter Entzug dauert Wochen wenns überhaupt klappt, das mußt Du Dir immer wieder vor Augen halten. Und dann bist Du frei von dem Zeug 😀

    #6481
    yvonnepink
    Gast

    Du bekommst mehrere Blätter zwecks OP richtig durchlesen, denn wenn Du danach irgendwas falsch machst kann das Ergebnis verfälscht werfden und man muß nochmal operiert werden. Und auf keinen Fall das Spray oder tropfen ganz wichtig.
    Das durch den Mund atmen kommt ganz vo allein glaub mir. Lies ruhig meinen Bericht von der OP ich hab da nix verschönt , ABER DANACH wenn alles vorbei st….ein super tolles Gefühl:D

    #6483
    yvonnepink
    Gast

    Ich find es toll von Deinem Freund, das er Dich unterstützt und Dir glaubt das es eine Überwindung ist und mit Ängsten verbunden, manch einer sagt denn man lass die einfach weg und gut aber das sagen nur Menschen die Null Ahnung haben was es bedeutet an solch einer kleinen Flasche zu hängen.

    #6832
    Tatjana
    Gast

    Ich habe mir natürlich auch deinen Bericht durchgelesen und es ist schon sehr beruhigend, zu wissen wie es so in etwa ablaufen wird. Ich freue mich auf die Zeit nach der OP, wenn auch die tamponaden aus der nase raus sind und ich atmen kann. Viele haben mir gesagt, dass das atmen plötzlich richtig in der Nase gebrannt hat, weil die Nase so viel Luft einatmen konnte. Kannst du dies bestätigen?

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