Seit 10 Jahren süchtig – bald OP

Nasenspray-Sucht Info Foren Ich will raus aus der Nasenspray-Sucht Seit 10 Jahren süchtig – bald OP

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  • #31239
    Suechtling
    Gast

    Hallo!

    Kurz zu mir: Bin 28, komme aus dem Norden Bayerns und beende gerade mein Zweitstudium (Betriebswirtschaftslehre, davor habe ich bereits Molekularbiologie studiert).

    Ich bin seit ca. 10 Jahren abhängig nach Xylo – durchgehend, bis auf mal ein paar Monate (etwa 3 oder 4 am Stück), in denen ich zwar vom Spray irgendwie losgekommen bin, aber trotzdem ein Nasenloch meist verstopft war.

    Ich habe bereits vieles probiert. Angefangen von den ganzen „wirkstofffreien“ Alternativen (Meerwasser-Nasenspray etc.) über Nasenduschen bis hin zu Cortison-Nasenspray, das ich mir von meinem Vater (Internist) habe verschreiben lassen.

    Wenn ich mal erkältet war, ging es auch manchmal auf die Nebenhöhlen. Ende 2014 fing es aber dann richtig an. Es begann mit einem Post-nasalen Drip, d.h. ich bekam ein Brennen im Rachen, das aber eher ziemlich weit oben angesiedelt war, d.h. mit normalen Lutschpastillen zur Betäubung wurde es nicht besser. Daraus entwickelte sich dann eine Bronchitis und eine richtig dicke Sinusitis. Das war ziemlich blöd, da ich gerade erst 5 Tage vorher in einer Firma angefangen hatte, und nun gleich nach Arbeitsbeginn schon krank war.

    In den folgenden Monaten hatte ich dann alle 1 bis 2 Monate eine Sinusitis und auch immer diesen post-nasalen Drip, der meistens vorausging. Im Sommer 2015 hat es mir dann gereicht und ich bin zu einem HNO. Er gab eine klar Empfehlung zur OP.

    Im Mörz ist es nun soweit. Einerseits wird die Nasenscheidewand begradigt, andererseits werden die Nasenmuscheln verkleinert und ein paar Polypen entfernt. Das Ganze läuft voraussichtlich ohne Tamponaden ab. Der Arzt nutzt zusätzlich auch ein „Navigationssystem“, um die Komplikationsgefahr zu verringern.
    Es ist dementsprechend auch teurer als eine konventionelle OP und keine Kassenleistung.

    Obwohl ich einerseits ziemlich Bammel habe (ich war noch nie stationär im Krankenhaus und hatte auch noch nie eine Vollnarkose), freue ich mich andererseits in gewissem Maße, da ich die Hoffnung habe, dass anschließend alles besser ist und ich 1. endlich wieder frei atmen kann und 2. die chronische Sinusitis endlich weg ist (bzw. keine Schübe mehr kommen). 🙂

    #31246
    Eddy
    Gast

    Hallo ‚Süchtling‘,

    vielen Dank für Deinen Beitrag! Ich finde es sehr mutig von Dir, a) diesen Schritt (die OP) zu gehen und b) Dich hier mitzuteilen. Für b) an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön!

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du uns nach der OP wissen lässt, wie alles gelaufen ist. Denn es gibt sicher einige hier, die sich bislang noch nicht trauen, diesen Weg zu gehen. Für manche ist schon der Weg zum HNO noch zu weit… Du könntest diesen Menschen mit Deinem Bericht Mut machen.

    Natürlich wünsche ich Dir für den bevor stehenden Termin alles, alles Gute und maximalen Erfolg! Vor der Vollnarkose brauchst Du keinen Bammel haben. Ich hatte meine erste auch erst vor ein paar Monaten – und das war komplett problemlos, auch hinterher. Da ist die Medizin heute echt top.

    Also: toi-toi-toi, und lass bitte wieder von Dir hören.

    LG
    Eddy

    #31463
    Suechtling
    Gast

    So, am Dienstag ist nun die OP. Laut HNO muss ich voraussichtlich 2 Nächte in der Klinik bleiben, ganz also (hoffentlich) am Donnerstag wieder nach Hause. Ich habe mir ein Einzelzimmer reservieren lassen, aber weiß nicht, ob es klappt. Wenn zu viele Patienten dort sind, müssen sie die Zimmer nämlich voll belegen.

    Das Ganze ist nicht ganz billig, alleine die reine OP-Leistung des HNO kostet 3250 EUR.
    Dazu kommen dann noch die Rechnung für den Anästhesisten (das macht der Chefarzt der Klinik und der rechnet auch privat ab) und dann natürlich noch die Kosten für den Krankenhausaufenthalt. Zum Schluss noch die ganzen Kosten für die Nachsorge bzw. die ambulanten HNO-Termine. Aber ich hoffe, meine PKV übernimmt alles.

    Dafür ist der HNO aber wohl recht renommiert und operiert tamponadenfrei und mittels „Navigationssystem“, Radiofrequenztherapie etc. Alles Leistungen, die eine GKV nicht übernehmen würde.

    #31541
    Eddy
    Gast

    ….sooooo, es ist Donnerstag. Ich hoffe, es ist alles prima verlaufen und Du bist inzwischen wieder zu Hause. Erhol Dich gut von der OP und ich hoffe, dass Du uns demnächst von einem positiven Ergebnis berichten kannst.

    VG
    Eddy

    #31543
    Suechtling
    Gast

    So, also ich bin nun seit heute Morgen zu Hause. Die OP war nun vor ca. 55 Stunden.

    Vorweg: Die Narkose etc. waren überhaupt nicht schlimm, das Einleiten des Analgetikums (bevor ich das Propofol bekam) war sogar extrem angenehm, ein richtiger Rausch. 🙂

    Nach dem Aufwachen war ich auch recht schnell fit. ALLERDINGS war meine Nase zu. Trotz tamponadenfreier OP. Wobei – sie war nicht nur „zu“, sondern es war noch so ein Druck drauf, als steckten da zwei Tennisbälle drin. Insofern war die erste Nacht auch recht anstrengend! Es ging GAR keine Luft durch. So muss es sich wohl anfühlen, wenn man Tamponaden drin hat….

    Am nächsten Morgen wurde das erste Mal abgesaugt. Leider war das Gefühl auch danach nicht besser. Immer noch wie zwei Tennisbälle. Ich bat den Arzt dann darum, mit Otriven zu geben. Er meinte, er sei kein Fan davon, weil es nun zusätzlich die Schleimhäute reizt, aber ich bekam es dann schließlich doch.

    Damit wurde die Nase dann zumindest etwas frei (aber bei weitem nicht komplett).

    In der zweiten Nacht (die Nacht auf heute) konnte ich dann zuerst noch halbwegs durch die Nase atmen (durchs Otriven), in der zweiten Hälfte dieser Nacht aber dann war wieder alles zu und ich wachte alle 20 Minuten auf, da mein Mund staubtrocken war.

    Am heutigen Morgen dann tropfte ich nochmal Otriven rein und es wurde anschließend wieder abgesaugt. Das war ein gutes Gefühl – die Nase war relativ frei und es fand sich auch kein Schleim mehr drin. Leider hielt das nur ein paar Minuten, da die Schleimproduktion ziemlich hoch ist und die Nase noch zusätzlich verstopft. Und Schnäuzen darf ich mich noch nicht. 🙁

    Heute Vormittag bin ich dann nach Hause. Seitdem habe ich schon wieder zweimal gesprüht, da die Nase eben extrem geschwollen ist. Man sieht es sogar äußerlich. Allerdings bin ich jetzt auf 0.05% Xylo (für Kinder bis 6 Jahre) umgestiegen.

    Schmerzen hatte und habe ich fast keine, bis auf ab und an etwas Druck im Kopf und ein leichtes Spannen/Ziepen an der Scheidewand durch die eingenähten Silikonplättchen (v.a. beim Lachen etc.).

    Ich muss nun täglich zum Absaugen, auch am Wochenende. Am Montag kommen die Plättchen raus. Schnäuzen und Nasenduschen darf ich auch ab nächster Woche wieder.

    Ich bin halt etwas irritiert, da ich davon ausging, dass bei tamponadenfreier OP ein sofortiges Atmen durch die Nase möglich sei. Aber das komplette Gegenteil war ja der Fall. 🙁
    Zudem bin ich mir unsicher, weil mein Arzt meint, dass ich eher auf das abschwellende Nasenspray verzichten sollte, aber ohne halte ich es nicht aus. Und: Andere Ärzte verschreiben postoperativ ja sogar bewusst das Einträufeln von Xylo – zumindest für eine Woche, bis die durch die OP bedingten Schwellungen nachlassen. Die Benutzerin „Angie“, die ihren Bericht hier 2014 abgefasst hat, hatte ja nach ihrer OP auch abschwellendes Spray nutzen sollen.

    Aber jeder Arzt scheint hier eben eine andere Vorgehensweise zu haben. Manche verbieten ja auch das Duschen und Haarewaschen für 5 Tage, ich hingegen habe heute beides schon wieder gemacht (hätte ich schon gestern, also nur einen Tag nach der OP, wieder gedurft, aber da habe ich mich noch nicht getraut).

    Geblutet hat es bisher nicht bzw. kaum. In den Stunden direkt nach der OP am Dienstag gab schleimiges Sekret mit leichten Blutspuren raus, aber das ließ dann schon gestern, also am Mittwoch, nach. Nach dem ersten Absaugen hat es ganz leicht geblutet, aber nur ein paar Tropfen und nur ca. 1 bis 2 Minuten. Das heutige Absaugen war blutungsfrei.

    Insgesamt war es ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits bin ich froh, es hinter mir zu haben, andererseits irritiert mich eben total, dass alles – trotz tamponadenfreier OP und gewebeschonender Celon-Methode – massiv anschwillt und ich keine Luft durch die Nase bekommen. So schlimm wie bei meiner stärksten Sinusitis nicht. Zudem habe ich seit heute Nachmittag leichten Schwindel. Zudem brennt mein Hals, am Zäpfchen ist nämlich seit der OP eine deutliche, rote und abgegrenzte Läsion – ich vermute, es kam durch den Tubus beim Beatmen.

    Zusammenfassend: Ein Spaziergang war es bisher keineswegs, aber ich hoffe, es bessert sich bald. Vor allem dann, wenn endlich die Plättchen rausgenommen werden und ich mich wieder schnäuzen kann. Durchs „Hochziehen“ bekomme ich den Schleim nämlich leider nicht weg.

    Vielleicht waren aber auch meine Erwartungen zu hoch, die OP ist ja gerade mal vorgestern gewesen. Und da es eine „Komplettsanierung“ war (Scheidewand, Polypen, Nasenmuscheln, Nebenhöhlen), handelt es sich ja auch um keinen kleinen Eingriff.

    ich werde weiter berichten. 🙂

    #31564
    Suechtling
    Gast

    Kurzes Update:

    Gestern Nacht konnte ich recht gut einschlafen (da ich am Abend nochmal gesprüht hatte mit Xylo). Die zweite Hälfte der Nacht war aber wieder horrormäßig – reines Atmen durch den Mund, Nase komplett dicht.

    Heute Morgen hatte ich dann den ersten ambulanten Absaugtermin. Der HNO dämpfte zuerst eine Mischung aus Analgetikum und Xylo in die Nase, 5 Minuten später saugte er ab. Das Absaugen war zwar wieder recht unangenehm (als käme mein halbes Hirn mit raus), danach aber war es ein absolut tolles Gefühl. Das erste Mal durch die Nase atmen, ohne dass es zu sehr geschwollen wäre oder Schleim drinsteckte. Klar, es war noch Welten entfernt von einer ganz normalen Nasenatmung, aber alleine der Kontrast zu davor war gigantisch. Ich fühlte mich, als könnte ich Bäume ausreißen. 🙂
    Zudem meinte der Arzt, dass es wirklich ungewöhnlich sei, dass es postoperativ noch immer so stark geschwollen ist. Deswegen erlaubte er mir nun offiziell, mit Xylo zu sprühen, wenn es zu stark geschwollen ist. Ich nehme ja eh nur die Kinderdosierung. Seitdem habe ich nun ca. alle 6 Stunden mit 0.05% Xylo je einen Sprühstoß in jedes Nasenloch gegeben.

    Nachdem ich nun morgens beim HNO war, kam 2 Stunden später etwas Schwindel auf. Nachmittags habe ich mich hingelegt. Als ich aufwachte, hatte ich ziemliche Kopfschmerzen. Obwohl ich heute bereits 2 Diclofenac nahm… (davon kann übrigens auch Schwindel her rühren). Im Gegenzug geht aber derzeit zumindest das Atmen durch die Nase halbwegs ausreichend, wenn auch nur aufgrund des Xylos.

    Insgesamt ist es also ein ziemliches Auf und Ab. Heute Morgen nach dem Besuch beim HNO war ich total euphorisch und optimistisch, derzeit (mit den Schmerzen) bin ich wieder deprimiert und habe Angst, dass es nicht besser wird bzw. noch lange so bleibt. 🙁 Allerdings sollte ich ja nicht vergessen, dass die OP gerade 3 Tage her ist. Da dürfte das alles noch normal sein mit den Schmerzen. Krank geschrieben bin ich übrigens noch bis Mitte der übernächsten Woche.

    #31582
    Eddy
    Verwalter

    …boah, was für eine Tortur, die Du da durchmachen musst!! Ich ziehe mal virtuell meinen Hut vor Deinem Mut, Deiner Ausdauer und Deiner Kraft. Und ich kann Dir nur ganz herzlich wünschen, dass sich der positive Effekt der OP nun ganz bald komplett durchsetzt und die Beschwerden ganz verschwinden! Bis dahin bitte nicht lachen! – Sorry, ich hoffe, Du verzeihst mir diesen Kalauer. 😉

    Alles, Alles Gute – und vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung! Hammer!

    Schöne Grüße
    Eddy

    #31638
    Suechtling
    Gast

    So, heute, am 4.4., wurden mir nachmittags die Splints entfernt (bis zum NAchmittag hatte ich je Loch insgesamt 2 mal gesprüht mit 0.05% Xylo). Danach saugte er nochmal ab, dann blutete es etwas (aber nur 1 Minute) – das erste Mal, dass so viel Blut raus kam. Direkt nach der OP hatte es nicht wirklich geblutet und beim ersten Absaugen auch nur wenige Tropfen.

    Gegen Abend wurden die beiden Nasenlächer aber dann wieder bombenzu. Ich habe nun für die Nacht wieder Xylo gesprüht, allerdings wieder nur die Kinderkonzentration (0.05%), die reicht aus. Ist zumindest schonmal ein Fortschritt, aber ich bin echt irgendwie enttäuscht derzeit. Ich wollte doch von der Sucht loskommen und eben gerade NICHT weitersprühen müssen.

    Mein Arzt meinte heute, ich solle erstmal noch nicht Nasenduschen und schnäuzen. Es sei noch sehr geschwollen alles etc. Er meinte dann irgendwas von starkem (präoperativem) Schleimhautüberschuss aufgrund der massiven Verkrümmung der Nase…

    Bin nun die ganze Zeit am Überlegen, ob es bei mir einfach länger dauert mit dem Abschwellen, ob meine Sucht vor der OP einfach zu stark war (da war ich ganz schön stark abhängig, da brauchte ich 1 bis 2 10-ml-Fläschchen 0.1%-Xylo pro Woche. Zu meinen „Hoch“zeiten kam ich mit der Kinderkonzentration und 2 Sprühstößen pro Tag und pro Loch aus), oder ob die OP nicht geklappt hat – beispielsweise ob nicht genug Schleimhaut von den Nasenmuscheln abgetragen wurde. 🙁

    Zudem ist mir tagsüber oft etwas schwindlig, ich habe seit heute nun Schmerzen in der linken Kieferhöhle und riechen tu ich immer noch rein gar nichts. Nur am Samstag hatte ich einen ganz kurzen lichten Moment und nahm das Parfüm wahr, das ich mir aufsprühte. Da hatte ich geduscht und danach wurde die Nase schlagartig etwas freier… war eine ganz merkwürdige Situation. Denn normalerweise hatte ich seit der OP auch dann nichts gerochen, wenn die Nase dank Xylo nahezu komplett frei war. Wahrscheinlich ist noch zu viel Schleim auf meiner Riechschleimhaut.

    Na ja, mal sehen, wie es weitergeht. Am Mittwoch habe ich den nächsten Kontrolltermin.

    #31639
    Suechtling
    Gast

    „Er meinte dann irgendwas von starkem (präoperativem) Schleimhautüberschuss aufgrund der massiven Verkrümmung der Nase…“

    Statt Nase sollte es natürlich Nasenscheidewand heißen. 😉 Zumindest von außen ist meine Nase zum Glück kerzengerade.

    #31851
    Suechtling
    Gast

    Kurzes Update:

    Ich war letzten Mittwoch (Tag 8 nach der OP) nochmal beim Arzt. Er saugte dann alles ab, auch das Nasopore-Zeug, das noch in der Nase war. Jedenfalls war er recht böse, dass ich immer noch Xylo nehme. Er meinte, das sei extrem reizend bei meinen Schleimhäuten – dafür solle ich nun mit Nasenspülungen und mit Nasonex anfangen.

    Naja, seit diesem Tag bin ich auf Xylo-Entzug. Ich habe es auch gleich weggeschmissen, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, wieder zu sprühen. Die ersten Tage ohne Xylo waren echt schwer, da ich ja nicht nur die Schwellungen durch die Xylo-Abhängigkeit hatte, sondern auch noch die OP-bedingten.
    Es wurde nur sehr langsam besser. Von einem Tag auf den anderen merkte ich keinen wirklichen Unterschied – eher, wenn ich den aktuellen Zustand jeweils mit dem Zustand vor 3 Tagen oder noch mehr verglich. Bin auch viel spazieren gegangen, da wurde die Nase immer relativ frei.

    Altes, koaguliertes Blut kam zum letzten Mal vorgestern raus. Heute, Tag 16 nach der OP, war ich dann nochmal bei einem Kontrolltermin – der HNO meinte, es sähe wesentlich besser aus als letzte Woche, als es noch ziemlich übel geschwollen war (letzte Woche meinte er übrigens irgendwas in der Art, dass es sehr selten ist, dass es postoperativ so stark und lang geschwollen ist).

    Derzeitiger Stand ist nun: Seit 5 Tagen kann ich endlich wieder riechen (und somit auch richtig schmecken), wenn auch noch nicht komplett wie auf dem präoperativen Niveau. Meine Nase ist nun fast immer zumindest so frei, dass ich komplett durch sie atmen kann (d.h. ohne Mundatmung) – nur morgens (bzw. nach langem Liegen) ist sie oft noch zu. Und auch sonst ist es meist so, dass eines der beiden Löcher dann nur zu 20-40% frei ist, aber dafür das jeweils andere nahezu komplett frei.

    Zudem habe ich teilweise noch Schmerzen (Kopfweh, Nebenhöhlen etc.) und auch etwas Schwank-Schwindel. Bisher gab es leider erst einen Tag, an dem ich komplett ohne Ibuprofen auskam, das war vorgestern. Auch meine Nase fühlt sich noch sehr empfindlich an. Heute bin ich versehentlich mit meiner Hand dran gestoßen, das hat ziemlich geschmerzt (hoffentlich ist nichts kaputt gegangen dabei).

    Der Arzt meinte, auch wenn es wesentlich besser aussieht als letzte Woche, dauert es noch Wochen bis Monate, bis der Endzustand erreicht ist. Meine Schleimhäute waren auch einfach zu angegriffen und gereizt. habe es ja selbst gemerkt – letztes oder vorletztes Jahr reichten noch 10 ml Kinder-Nasenspray (0.05% Xylo) für 2 Wochen, vor der OP war mein Verbrauch bei 10 ml Erwachsenen-Spray alle 5 Tage. Zudem bekam ich da auch häufiger Brennen im Bereich zwischen Nase und Rachen, spontanes Nasenbluten etc. Meine Schleimhäute waren wohl schon ziemlich angegriffen.

    Kurzum: Es geht vorwärts, wenn auch nur langsam. Aber ich bin froh, derzeit kein Xylo mehr zu brauchen.

    Sporteln trau ich mich noch nicht wirklich – ich hoffe, dann so ab nächster, spätestens übernächster Woche.

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