Nasensprayentzug und heftige Symptome

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Dieses Thema enthält 5 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Aldebaran vor 5 Monate, 3 Wochen.

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  • #33886 Antwort

    Claudi12287

    Hallo liebe Leidensgenossen!

    Ich wende mich an euch, um mal zu horchen, was ihr alles erlebt habt während des Entzugs. Ich hab doch etwas Respekt davor bekommen in letzter Zeit.

    Wie kam ich drauf… Eigentlich war mein Nasenspray mein täglicher und geliebter Begleiter… musste man sich doch keine Gedanken mehr machen ums Luftkriegen. Aber seit Anfang letzten Jahres wandere ich nun dank heftiger Schwindelanfälle und Herzstolperer von einem Arzt zu anderen. Niemand weiß weiter. Ich habe auch noch einige Stationen vor mir. ABER: nun denkt man ja nie an sein harmloses Nasenspray als Auslöser. Mein Freund aber meinte dann ganz unvermittelt… „Was wenn das Zeug schuld ist, was du dir da täglich mehrfach in den Kopf rammst?“ Naja, starke Wortwahl, aber ein Gedanke. Und nachdem ich das mal gegoogelt habe, stieß ich tatsächlich auf Menschen denen es ähnlich ging. Ich war auch sehr froh, das Forum hier zu finden.

    Nun das Problem: Ich nehme jetzt seit viiiiiiiiiiiiielen Jahren (mindestens 5) das Xylospray. Und wie gesagt… ich bin immer wieder geistig abwesend, unkonzentriert, mir wird schwindelig, teil sehr doll, zitterig, Herz fing an zu stolpern (laut Arzt aber i.O.). Nun habe ich erst einen Entzugstag hinter mir, aber allein gestern Abend hatte ich fast Panik. Ich hatte das Gefühl keine oder nicht ausreichend Luft zu kriegen, mir war eisekalt, ich war am Zittern, hundemüde und reichlich gereizt. SOn kalter Entzug scheint doch mehr als unschön. Auch heute wird mir immer noch wackelig und zitterig und meine Hände und Füße sind Eisklötze.

    Habt ihr sowas auch erlebt? Is das „normal“?

    Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten!!
    LG Claudi

  • #33887 Antwort

    Eddy

    Hallo Claudi,

    die Panik, die Du bei Deinem Entzug erlebst, kennen wohl fast alle hier. Ich hatte damals natürlich auch solche Erlebnisse. Die Angst vor dem Ersticken führte soweit, dass ich mich nachts nicht mehr in die Waagerechte getraut habe (im Sitzen geschlafen!) und Zahnarzt-Besuche verschoben habe…

    Es ist ein harter Weg, aber eines musst Du Dir immer wieder klar machen: Du wirst nicht ersticken. Auch wenn Deine Nase sich anfühlt, als wäre sie zubetoniert. klar, es ist leicht gesagt. Aber es stimmt.

    Wenn es allerdings zu krass wird, solltest Du Dich zu Alternativen beraten lassen. Nicht immer ist der kalte Entzug die beste Wahl und ein HNO kann Dir sicher andere Optionen vermitteln. Suche also das Gespräch, bevor Du durchdrehst!!

    Meine Daumen sind für Dich gedrückt.

    Alles Gute,
    Eddy

  • #33890 Antwort

    yvonnepink

    Hallo Claudi,

    vielleicht solltest Du entweder die Ein_Loch Variante wählen, der erste Weg sollte Dich allerdings zum HNO führen um dort so einiges abzuklären.
    Ja die Panik ist das Schlimmste man glaubt man muß nun ersticken, aber das wird nicht passieren Du öffnest dann automatiisch den Mund. Klar wenn man meist durch die Nase atmet ist das sehr unangenehm alles.Ich war auch Nasenatmer da ist schlecht ständig durch den Mund behindert ja auch grad wenn man was essen oder trinken möchte.
    Schwindel kann viele Ursachen haben das solltest Du abklären lassen, Herzrasen kommt durch die Panik. Hier mal ein Link für Dich
    http://www.t-online.de/ratgeber/gesundheit/krankheiten/id_52412044/nasenspray-wann-es-zur-gesundheitsgefahr-wird.html

    Und Du solltest auf jedem Fall dem Schwindel und Herzrasen sowie Deine anderen Symptome auf den Grund gehen. Auch ich hatte viele deiner Symptome und noch etliche mehr schon seit mehrern Jahrzehnten, sie holten mich von jetzt auf gleich heftig ein, und ich besaß keinerlei Energie mehr, kaum in der Lage den Haushalt wie vorher zu bewältigen mich selbst wie vorher zu pflegen und vieles mehr. Bis man dann endlich nach 19 Jahren erkannte was ich habe und endlich die richtige Diagnose stellte, ja eine Schande wenn man sich so lange quälen muß und leidet und nur noch in seinen 4 Wänden sein kann, obwohl man vorher sehr aktiv war.
    http://www.fatigatio.de/

    GLG Yvonne

  • #33895 Antwort

    Claudi12287

    Ganz lieben Dank für eure super schnellen Antworten. Es beruhigt schon etwas, wenn man nicht allein mit dem Problem ist. Ich hab derzeit dieses „Ersatzspray“ von Abtei „Nase frei“.
    Das soll angeblich beim Entzug helfen ohne selbst das neue Suchtmittel zu werden. Kennt das wer von euch? Es hilft super… und das macht mich schon wieder skeptisch. 😉

  • #33932 Antwort

    yvonnepink

    Claudi,

    wenn das wirklich hilft dann wär das wirklich mal was gutes. Du solltest immer nach vorn schaun niemals zurück,das Zauberwort heißt Optimismus.
    Du schaffst das auch Du bist stark ;D
    Es ist wirklich alles eine nur Kopfsache!
    GLG *Daum Drück*

  • #33934 Antwort

    Aldebaran

    Hi Claudi!

    Ich bin nach 8 Jahren Nasenspray zunächst auf die Variante für Kinder umgestiegen, welche weniger hoch dosiert ist. Das habe ich etwa ein halbes Jahr so beibehalten (ein kürzerer Zeitraum hätte es vermutlich auch getan) und habe dann letztendlich das Kindernasenspray innerhalb eines Monats immer weiter verdünnt. Zum Verdünnen habe ich mir Emser Salz für Nasenduschen besorgt (gibt es bei DM und Rossmann) und damit eine Salzlösung hergestellt. Verdünnt habe ich so, dass das letzte Kindernasenspray etwa einen Monat lang gereicht hat. Auf diese Weise konnte ich mich wirklich schonend entwöhnen und das Ganze war rückblickend nur halb so schlimm wie gedacht. Mittlerweile ist meine Nase am Tag nahezu immer vollständig frei. Im Liegen schwillt sie noch zu, weshalb ich jetzt noch für einige Wochen mit Nasonex, einem kortisonhaltigen Spray ohne Gewöhnungseffekt, sprühe. Das unterstützt die Schleimhaut der Nase beim Heilungsprozess. Im Vergleich zum langsamen ausschleichen, ist ein kalter Entzug wirklich sehr viel schlimmer. Ich habe beides ausprobiert und mit der sanfteren Variante ging es wirklich vergleichsweise relativ leicht und ohne Atemnot. Bei dem verdünnten sprühen dauert es einfach länger, bis eine Wirkung einsetzt. Habe aber festgestellt, dass auch geringe Mengen insoweit wirken, dass die Nase zum Schlafen halbwegs frei wird. Nebenwirkungen hatte ich auch einige vom Dauersprühen. Zum Beispiel habe ich keine Nacht durchschlafen können, weil das Nasenspray in irgendeiner Form auch eine aufputschende Wirkung hatte. Allgemein hatte ich den Eindruck, dass es sich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt. Seit ich das Spray abgesetzt habe, sind diese Probleme verschwunden.
    Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

    Viele Grüße
    Aldebaran

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