Nach 15 Jahren soll nun Schluss sein (2. Versuch)

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Denise vor 1 Woche, 4 Tagen.

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  • #35727 Antwort

    Denise

    Hallo zusammen,

    wie in der Überschrift zu lesen bin ich seit 15 Jahren drauf 🙁 Pro Woche etwas mehr als eine Flasche von dem Zeug.
    Angefangen hat alles wohl mit einer Allergie gegen Tierhaare.
    Da ich mein Tierchen damals nicht abgeben wollte, blieb ich schön auf dem Zeug drauf mit dem Resultat, dass selbst nach dem Tod des Tieres ich immer noch auf dem Mist drauf bin.
    Ich hatte auch schon mal versucht mit der Einloch-Methode aufzugehören, doch kurz vom Ziel, das erste Loch wieder frei zu haben, erwischte mit eine Erkältung und alle Mühen waren dahin :/
    Das ist nun auch schon wieder 3 Jahre her.

    Doch gestern habe ich ganz spontan den Entschluss gefasst, dass ich einen weiteren Versuch starte. Allerdings ganz oder gar nicht! Sprich seit gestern (7 Uhr morgens) nehme ich kein Nasenspray mehr.
    Es dauerte keine 2 Stunden da bekam ich Kopfschmerzen als würde mir jemand mit einem Hammer den Schädel einschlagen – natürlich im Büro.
    Kopfschmerztablette eingeworfen und ausgeharrt. Die größte Panik hatte ich vor der ersten Nacht.
    Habe mir noch Meerwasserspray mit Dexpanthenol und Nasensalbe oben drauf.
    Um besser Schlafen zu können, gab es gestern Abend Rhinopront.
    Die Nacht war die Hölle. Ständig aufgewacht, Nase wie blei, Hals staubtrocken 🙁 Bin aber nicht schwach geworden, obwohl ich noch ein Fläschen hier stehen habe.
    Nun sind über 24 Stunden vergangen und bis jetzt sind zumindest die Kopfschmerzen leiser geworden und das eine Nasenloch lässt mich etwas atmen. Könnte aber auch nur temporär sein, aber ich genieße den Augenblick.

  • #35730 Antwort

    Lea

    Hallo Denise,

    ich bin froh, dass es viele „Gleichgesinnte“ wie dich gibt. Ich war gestern bei meinem HNO Arzt und er meinte, meine Nasenschleimhäute sehen sehr angegriffen aus, und die müsse man nun einmal wieder „aufpeppeln“. Ich bin 27 Jahre alt und nehme seit knapp 13 Jahren durchweg Nasenspray. Meistens 1 Flasche pro 1-2 Wochen. Ich habe nun vom Doc Kortison-Spray verschrieben bekommen (da ich zudem auch noch an starkem Heuschnupfen leide) und eine Nasensalbe, die ich mir später erst anrühren lassen muss in der Apotheke. Mein Dad schwört auf die Salbe, ich hoffe mir bringt sie auch etwas. 😀

    Am meisten Angst habe ich vor der 1. Nacht komplett ohne Spray. Gestern Abend hatte ich noch einen Mini-Sprühstoß genommen, damit ich ruhig schlafen kann. Seit paar Stunden ist die Nase natürlich nun komplett zu.

    Ich halte mich mit Fisherman’s und dem Kortison-Spray über Wasser, so gut es geht. Aber wirklich angenehm ist es nicht, wie du ja selbst sagst.

  • #35736 Antwort

    Eddy

    Hallo Denise,

    Danke für Deinen Beitrag! Was Du beschreibst, ist wirklich typisch: man merkt lange Zeit überhaupt nicht, dass man abhängig ist. Bis zu dem Tag, an dem man das Spray zum ersten mal einfach weglassen will…

    Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir, dass du den Entzug schaffst. Sei stark!

    Viele Grüße
    Eddy

    P.S. Das gleiche gilt natürlich auch 100% für Dich, Lea: sei stark – es lohnt sich!

  • #35757 Antwort

    Denise

    Aktuell bin ich bei 48 Stunden ohne.
    Dafür aber mit Meerwasserspray im stündlichen Einsatz.
    Die Kopfschmerzen sind besser geworden – immerhin. Aber durch den Schlafmangel ist mein Kreislauf etwas angeschlagen.

    @Lea
    Ich hatte auch sehr viel Panik vor der ersten Nacht 🙁
    Gerade als dieses Bleigefühl am Morgen losging und mir sogar die Augen zu tränen begannen, dachte ich: Wie soll die Nacht bloss werden.
    Zu einem HNO bin ich bisher nicht gegangen. Mein letzter Besuch war dort vor 2 Jahren wegen einer Ohrengeschichte. Da lobte man mich für meine gerade Nasenscheidewand und über meine Schleimhäute wurde kein Wort verloren. Also gehe ich erst Mal auf Risiko. Es wäre mir aktuell einfach viel zu unangenehm dort vorstellig zu werden.
    Meinen Respekt vor dem Schritt daher an Dich!!!
    Nee angenehm ist wahrlich was anderes. Aber ich hab echt die Sch*** voll 🙁

    @eddy
    Ja, genau. Es wird zu einem Automatismus leider 🙁

  • #35780 Antwort

    Maja Balthasar

    Hallo Denise, ich bewundere jeden der das durchhält. Ich habe auch schon so oft versucht zu „entziehen“ und bin bisher immer gescheitert. Bei mir waren auch die Nächte am schlimmsten.

  • #35826 Antwort

    Denise

    @Maja
    Warum bist Du gescheitert bisher?
    Bei mir war immer eine Erkältung auf der vermeintlichen Zielgeraden schuld.

    Heute ist es nun genau eine Woche her, dass ich aufgehört habe.

    Mein bisheriges Fazit:
    Durchwachsen. Die ersten Tage waren wie auch bei allen anderen am schlimmsten.
    Bis Freitag ging es nachts nicht ohne Rhinopront.
    Von Samstag auf Sonntag habe ich eine Halbe probiert. Das klappte ganz gut.
    Letzte Nacht dann der erste Versuch komplett ohne.
    Da war ich wohl zu optimistisch. Habe kaum geschlafen, leider.
    Mal sehen wie ich es diese Nacht nun handhaben werde.

    LG
    Denise

  • #35908 Antwort

    Denise

    Update:
    15 Tage ist es nun her und ich brauche Nachts auch kein Rhinopront mehr 🙂

    Aber an sehr warmen Tagen benötige ich weiterhin noch etwas Meerwassernasenspray, aber damit kann ich leben.

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