Mit 10 Jahren auf dem Nasenspray hängen geblieben

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  • #88532
    Lumi
    Gast

    Hallo ihr Lieben!

    Ich bin die Lumi, 21 Jahre alt und vom Nasenspray abhängig seit ich 10 Jahre alt bin.

    Damals war ich stark und langwierig erkältet, weshalb mir meine Mutti das Nasenspray länger gab als üblich. (Ich will sie keineswegs für meine Sucht verantwortlich machen!!) Meine Nase wurde einfach nicht wieder dauerhaft von alleine frei.

    Als Teenager reichte einmal Nasenspray am Tag aus, abends vor dem Schlafen gehen.
    Heute brauche ich für ein Fläschchen, wenn überhaupt, gerade mal eine Woche. Ich schäme mich jedesmal in die Apotheke zu gehen und schon wieder Nasenspray zu verlangen.

    Ich habe schon vieles versucht um endlich komplett davon wegzukommen. Kalter Entzug, Ein-Loch-Methode, Meerwasser-Sprays… hat bis jetzt alles dauerhaft nichts gebracht, bzw. hat mich immer mein Durchhaltevermögen verlassen, da die freie Nase aus der Flasche dann doch bequemer war.
    Wenn ich es doch mal geschafft habe clean zu werden, dann hielt es maximal ein bis zwei Monate. Mit dem nächsten Schnupfen, war es direkt wieder erledigt.

    Bitte gebt mir Tipps, Motivation und Unterstützung um endlich von dem lästigen Begleiter loszukommen!

    Ich danke euch jetzt schon wie verrückt!!

    Seid alle lieb gegrüßt!

    #88538
    Chrissi
    Gast

    Hallo Lumi,

    Ich denke das wichtigste ist, dass du dir sicher bist, dass du bereit bist, das nasenspray endlich hinter dir zu lassen, aber ich denke, da du diesen Beitrag verfasst hast, bist du dahingehend schon mal auf einem guten Weg.

    Vielleicht hilft es dir, Dir Beiträge von anderen auf dieser Plattform durchzulesen.. hier gibt es echt sehr viele unterschiedliche Menschen, die auf die unterschiedlichsten wege ihre Sucht bekämpft haben. Ich bin zur Zeit selber dabei meine Sucht in den Griff zu kriegen, und zwar seit etwa eineinhalb Wochen, und ich muss sagen, es geht mir schon wesentlich besser, auch wenn ich gerne in manchen Momenten zum nasenspray gegriffen hätte.. man muss leider echt einfach die Zähne zusammen beißen.. was mir zumindest nachts hilft, sind nasenpflaster.. das wurde mir selber hier empfohlen. 🙂

    Ansonsten, hast du schon einmal einen Termin bei einem HNO-Arzt gemacht? Wenn du schon so viel versucht hast, und es nicht geklappt hat, wäre das doch vielleicht mal ganz gut für dich.

    Lg Chrissi 🙂

    #88548
    Lumi
    Gast

    Hallo Chrissi!

    Vielen Dank für deine lieben Worte! 🙂

    Die Beiträge hier im Forum motivieren wirklich ungemein. Einfach klasse von Leuten zu lesen, die das selbe durchmachen, bzw. gemacht haben.

    Kannst du mir diese Nasenpflaster genauer erklären?

    Ich war mit 13, ich weiß, schon wieder eine ganze Weile her, beim HNO-Arzt, daraufhin wurden mir die Polypen heraus genommen.

    Liebe Grüße! 🙂

    #88552
    Chrissi
    Gast

    Guten Morgen 🙂

    Vielleicht ist hier irgendwas für dich dabei, was dich unterstützen kann bei deinem Weg 🙂 aber letztendlich hilft halt meistens nur der eiserne Wille 🙂

    Also, diese Nasenpflaster machen eigentlich nichts anderes, als das sie die Nase mechanisch öffnen, also dementsprechend auch keine süchtig machenden Inhaltsstoffe oder dergleichen. Die ziehen das alles etwas nach oben sodass man direkt besser Luft bekommt. Für nachts ist das ganze sehr praktisch, zumindest hilft es mir sehr, vor allem beim einschlafen..

    Ansonsten würde ich vielleicht nochmal einen Termin bei einem HNO vereinbaren, ihm davon erzählen, und gemeinsam mit ihm einen Lösungsweg erarbeiten. Das muss dir auch nicht unangenehm sein, da das sicher nicht das erste mal ist, dass er sowas mitbekommt 🙂

    #90634
    Lumi
    Gast

    Hallo liebes Forum!

    Nach gut zwei Monaten melde ich mich mal wieder… zahlreiche Nasensprayfläschchen und Verzweiflungen später, bin ich stolz euch endlich von einem Erfolg zu berichten. 🙂
    Die Bequemlichkeit zum Spray zu greifen, als sich mit einer verstopften Nase rumzuschlagen hat einfach immer wieder gesiegt.
    Was ich persönlich aus meinen Entzugs-Erfahrungen sagen kann, man kann diesen Entzug nicht planen bzw. sich nicht vornehmen. So ist es jedenfalls bei mir. Irgendwann kommt es von ganz alleine, dass man denkt „Ach… so sehr brauchste eigentlich gerade gar kein Spray“. Bei mir war selbst dieser Punkt schwierig zu erreichen, das Spray dann auch einfach mal in der Tasche zu lassen, da ich aus Bequemlichkeit schon immer direkt bei einer leichten Verstopfung gesprüht habe.
    Nun habe ich „schon“ über 24 Stunden ohne Spray ausgehalten. Brauchte es nicht mal in der Nacht. Eigentlich wollte ich zum einschlafen wenigstens nochmal was rein sprühen, aber dann hat die Müdigkeit das Nasenspray einfach besiegt!

    Jetzt heißt es für mich durchhalten und durchziehen! Hoffentlich dieses mal langfristig.

    Habt ihr einen Tipp wie man bei Schnupfen nicht wieder drauf hängen bleibt?

    Beste Grüße euch und schöne Pfingsten! 🙂
    Lumi

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