Ich will endlich raus aus der Nasenspray-Hölle

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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  yvonnepink vor 2 Jahre, 10 Monate.

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  • #1877 Antwort

    Max

    Ich bin seit etwa 4 Jahren Rhinospray plus abhängig. Angefangen habe ich damals mit 13 nach einer Erkältung. Mein Vater ist seit einer versauten Nasen-OP ebenfalls abhängig und hat dadurch immer den Stoff im Haus. Ich habe wie gesagt angefangen, weitergemacht und nach ein paar Wochen, als ich mich ertappt hatte, dass ich auf dem Weg zur Schule nochmal zurückgerannt bin, weil ich mein Spray vergessen habe, habe ich dann bemerkt, dass ich jetzt auch süchtig bin. Über die Jahre wurde es immer schlimmer, die Dosis immer höher und der Spaß dadurch für meine Eltern immer teurer. Als ich die vorwurfsvollen Blicke meines Apothekers satt hatte, begann ich alle Apotheken in der Stadt systematisch abzuklappern. Als mir das dann zuviel wurde, begann ich meine „Droge“ online zu bestellen und zwar gleich 7-8 Fläschchen. Alle wurden dann in einen Vorratsschrank gesperrt und nach und nach verbraucht. Die leeren Verpackungen lies ich immer im Schrank. Als ich diesen dann vor ein paar Tagen leeren wollte, wurde mir das Ausmaß meiner Sucht bewusst. Hunderte Packschachteln lagen, es sah aus wie die Nasenspray-Hölle. Ich sagte mir, dass es so nicht mehr weiter geht und durchsuchte das Internet nach Wegen davon loszukommen. Ich entschied mich für die Ein-Loch Methode, das Rechte muss zuerst dran glauben. Samstagnachmittag fing ich an. Tagsüber ging es eigentlich ganz gut, ich behalf mir mit Meerwasserspray und bin viel gelaufen, was übrigens Wunder wirkt. Doch dann kam die Nacht. Ich lag stundenlang wach, drehte nicht hin und her, doch schlafen war unmöglich. Ich entschied mich dazu zu sprühen und könnte dann Schlafen. Die ganze restliche Nach habe ich dann nicht mehr zum Fläschchen gegriffen und als ich in der früh aufgewacht bin, war nur das Linke zu, das Rechte aber frei. Tagsüber hing es dann wieder ohne Spray. Gleiche Methoden wie am Vortag. Abends habe ich diesmal direkt gesprüht um schlafen zu können. Heute morgen bin ich dann aufgewacht und aus reiner Gewohnheit griff ich zum Spray. Einmal links, einmal rechts… Verdammt, ich sprühte aus reiner Gewohnheit. Ich versuche jetzt weiterhin tagsüber ohne Spray auszukommen und vor dem Schlafengehen das Rechte zu befreien.
    Ich hoffe, dass mir hier Leute, die den ganzen scheiß selbst schon durchgemacht haben, mir Tipps geben können wie ihr es geschafft habt und ob ihr es für ratsam haltet, wenn ich weiterhin vor dem Schlafen einmal sprühe.

  • #1878 Antwort

    yvonnepink

    Hallo Max,
    in klares NEIN zum Sprühen, weil- es einfach Ausreden sind ich sprühe nur Nachts usw oder ich nehm nur noch Säuglingsnasenspray oder Tropfen ebenfalls.
    Wichtig Du hast den erste Schritt getan- Dich zur Sucht bekannt und den 2. Ich will das nicht mehr- Gratulation.

    Du bist von den abschwellenden Wirkstoff Tramazolin abhängig denk ich.

    Meine Geschichte kannst Du hier auch lesen unter meine OP von Yvonne.
    Ich würde Dir raten:
    1. Geh zum HNO berichte über Deine Sucht
    2. Lass Dich auf eventuelle Hausstauballergie oder ähnliches testen, das könnte die Sucht erklären
    3. nicht an Dir selbst herumdoktern, versuch abzuklären beim Facharzt für HNO, ich weis nicht wo Du wohnst, wenn Du in der Nähe von Brandenburg wohnst kann ich Dir mit voller Überzeugung Fr.Dr.Gießmann aus dem Gesundheitszentrum am Bahnhof Brandenburg empfehlen, sehr kompetent
    4. Jeder kann es davon weg schaffen auch DU, e können auch Verengungen oder Verknorpelungen in der Nase sein die die Luftzufuhr so sehr verringern
    5. lies einen Bericht über Stinknasen, und glaub mir sowas möchtest Du nicht haben ;D

    Ich wünsch Dir ganz ganz viel Kraft, und eins noch auch wenn Du vielleicht dampf vorm HNO-Arzt hast überwinde die Angst und wende Dich vertrauensvoll an einen Facharzt:D. Nicht der einfachste Weg ist immer der beste.

    Viel Glück.
    Und was auch sehr hilft , schreib Dir ruhig hier alles von der Seele Du schaffst das auch bin ich überzeugt.

  • #1879 Antwort

    Max

    Dank für den Ratschlag. Ich werde gleich heute noch bei einem HNO Arzt anrufen. Leider wohne ich in Bayern, also wird das mit dem HNO in Brandenburg ein bisschen schwer ;-).

  • #1880 Antwort

    yvonnepink

    Ich denk auch dort wirst Du einen guten finden ;D.

  • #1881 Antwort

    Max

    Habe gleich morgen einen Termin. Er war sehr verständnisvoll und hat die Dringlichkeit meines Problems verstanden. Er rät mir von einem kalten Entzug ab. Er wird morgen meine Nase anschauen und evtl. Einen Allergietest machen. Dann will er eine Verdünnungsreihe anfertigen. Hört sich doch schon mal gut am

  • #1886 Antwort

    yvonnepink

    Ja super, Du bist auf dem richtigen Weg, geh ihn weiter:D Ich freu mich für Dich, und hoff Ihr findet gemeinsam die Lösung. Übrigens bei mir war auch das rechte Nasenloch das schlimmste.

  • #1890 Antwort

    Max

    Heute hatte ich den Termin. Er hat mir eine Salbe und ein anderes Nasenspray zusammengestellt, dass die Nase frei macht, aber gleichzeitig eine Entzündung in meiner Nase bekämpft. Dies soll ich jetzt eine Woche lang anwenden und dann wird mit der Verdünnungsreihe begonnen

  • #1892 Antwort

    yvonnepink

    Super Max,
    ich hoffe ganz doll das Du durchhalten kannst und das Zeug Dir auch hilft. Sollteste damit nicht klar kommen überwinde Dich und ruf den Arzt wieder an, schildere Ihm wie es Dir geht, auf jeden Fall darfst Du nicht denken , ach die Blöse geb ich mir nicht, immer raus damit der HNO weis ganz sicher wie das sein muß wenn man Angstzustände bekommt weil zu wenig Luft durch die Nase kommt. Es gibt zigtausende Abhängige das für die nix neues. Man muß sich da nicht schämen.

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