Entzug mit Hindernissen

Dieses Thema enthält 6 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  yvonnepink vor 5 Monate, 1 Woche.

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  • #33828 Antwort

    Mary

    Hallo ihr Lieben!

    Ich muss erstmal loswerden dass ich es unglaublich toll finde dass es ein solches Forum gibt & man sich hier Motivation sowie Unterstützung holen kann. Find ich super, da man von vielen Medizinern / Apothekern oftmals nur belächelt wird wenn man das Problem Nasenspraysucht anspricht.
    Meine Name ist Nadine & ich bin 23 Jahre alt. Ich „konsumiere“ seit insgesamt ca 7 Jahren, wobei ich aber einmal eine Unterbrechung hatte. Den ersten Entzug machte ich nach ungefähr 5 Jahren sprayen, hatte aber dabei kaum einen Entzug (was ich bis heute nicht ganz verstehe). Nun gut, durch eine Erkältung habe ich dann wieder angefangen & bin wieder reingerutscht. Das Ganze läuft seit knapp 2 Jahren. Überall in meiner Wohnung, Handtaschen, Jackentaschen, usw habe ich die kleinen „Luft-bekomm-Fläschchen“ gebunkert. Mit einer Flasche, ich habe letztendlich immer nur noch die günstigen AL-Sprays gekauft da es mir sonst zu teuer geworden wäre, bin ich allerallerhöchstens 5 Tage ausgekommen.
    Es wurde thematisiert als ich beim HNO war“, weil ich immer so starke Kopfschmerzen und einige andere Probleme hatte & dachte es käme nur vom Nasenspray. Jedoch schickte er mir zum CT & erklärte mir dass ich eine Nasenscheidewand Verkrümmung sowie eine Zyste / Polype in der rechten Nasenhöhle habe. Das ganze sollte auch operiert werden, aber das ginge erst, wenn meine Nase wieder „gepflegter“ ist (sie ist zu trocken & ramponiert vom Spray). Nun legte man mir ans Herz mit dem Spray aufzuhören & meine nase mit einem verschriebenen Öl und der Bepanthen Augen-/ Nasensalbe zu pflegen. In ca 3 Wochen sollte ich wieder kommen. Also fasste ich mir ein Herz und wollte es endlich noch einmal schaffen aufzuhören. Gestern war der erste Tag ohne Spray. Abends bekam ich die berüchtigten „Erstickungsängste“ und keine Luft. Also entschied ich mich für die „Ein-Loch-Therapie“ und sprühte nur ein Nasenloch mit dem Spray und unterstützend im anderen Nasenloch ein Meerwasserspray. Obwohl das Meerwasserspray mir auch nicht wirklich geholfen hat, was ich mir aber auch gedacht hab, tat es der Psyche gut wenigstens irgendein Spray zu sprühen. Bis ich dann endlich mal schlafen konnte, habe ich gut durch geschlafen und nicht wieder gesprüht. Morgens ging es mir tatsächlich auch ganz gut und meine Nase war fast frei & so auch den Vormittag über bis jetzt.
    Nun wollte ich euch mal fragen, wielange es bei euch gedauert hat bis ihr sozusagen „Über’n Berg“ wart? Ich trau mich noch nicht so wirklich mich zu freuen dass es bis jetzt einigermaßen gut läuft, denn man weiß ja nie was noch kommt. Seit morgens um 6 Uhr habe ich auch kein Nasenspray mehr in das noch nicht entziehende Nasenloch gesprüht, da es mir bis jetzt noch gut geht. Aber man weiß ja nie.

    Ich wünsche allen, die versuchen von dem Spray wegzukommen, von Herzen alles Gute & dass Ihr es durchhaltet!
    Ansonsten ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße

  • #33829 Antwort

    Eddy

    Hallo Mary,

    ich finde es klasse, dass Du die Kraft und Nerven aufbringst, um den Entzug jetzt durchzustehen und im Anschluss den Eingriff machen zu lassen. Der Weg ist zwar steinig, aber am Ende wartet ein neues Leben auf Dich. Klingt hochtrabend, ist aber so 🙂

    Natürlich kenne ich die Panik vor dem Ersticken auch – ich erinnere mich daran, als ob es gestern war. Aber letztendlich ist das eine Sache des Kopfes: Du kannst nicht ersticken, wenn die Nase zu sitzt. Mach Dir das immer wieder klar. Das sollte helfen, um die Angst zu mildern und die Panik zu vermeiden, wenn Du mal wieder das Gefühl hast, die Nase ist mit Beton aufgefüllt…

    Wie lange es dauert, bis man „über den Berg ist“, kann ich leider nicht sagen. Das ist wirklich bei jedem anders. Wenn Du hier stöberst wirst du erkennen, dass es Leute gibt, bei denen es nur wenige Tage dauerte (bei mir ungefähr eine Woche) und andere, die sich mehrere Wochen zum Ziel kämpfen mussten.

    Ich wünsche Dir die Kraft, um diese „Prozedur“ durchzustehen!!

    Viel Erfolg und viele Grüße
    Eddy

  • #33875 Antwort

    Mary

    Hallo Eddy!

    Ich danke Dir für die lieben, aufmunternden Worte.
    Ja, das Gefühl mit dem ersticken habe ich auch gehabt & habe es zum Teil auch noch. Aber ich habe mir dann immer eingeredet dass ich nicht ersticken kann.

    ich kann voller Freude verkünden dass ich seit Freitag „clean“ bin & es mir viel besser geht. Ich hatte morgens nach dem Aufstehen, obwohl ich e desöfteren wach wurde & viel nachsprühen musste, immer solche Probleme mit dem Luft holen, habe im Kopf & Nebenhöhlen Bereich immer Schmerzen gehabt & mich sehr unwohl gefühlt. Der Morgen fing also immer ziemlich doof an. Aber momentan geht es mir schon viel, viel besser. Ich bekomme fast durchgehend gut Luft & meine Psyche hat sich auch schon daran gewöhnt. (Gehe sogar ohne Nasenspray aus dem Haus). „Entzugserscheinungen“ sind so gut wie nicht mehr vorhanden, obwohl sie die ersten 2-3 Tage auch nicht so ausgeprägt war wie ich eigentl. erwartet habe.
    Zur Unterstützung bekam ich von der HNO-Ärztin unter anderem das ‚Coldastop‘ Nasenöl verschrieben, welches mir sehr hilft & ich mir einbilde damit besser durchzuatmen. Auf jeden Fall bin ich echt stolz auf mich dass ich bis jetzt schon „trocken“ bin.

    Mir fiel es mit dem aufhören leichter als ich nicht schon Tage oder Wochen davor geplant hatte aufzuhören, sondern von einer Sekunde auf die andere. So hatte ich keine Zeit lange zu überlegen oder mich verrückt zu machen. Die Op war auch ein Grund warum ich aufhören musste. Eigentlich gibt es hunderte Gründe die gegen das Spray sprechen, welche man aber nicht wahrhaben will. Hatte große Angst davor eine Stinkenase zu bekommen.

    Nun ja, ich wünsche allen die aufhören möchten alles, alles Liebe & ich hoffe ich kann euch ein wenig Mut mit meiner Geschichte machen. Und alle die aufgehört haben – Großen Respekt vor euch!

    Liebste Grüße
    Mary aka. Nadine =)

  • #33877 Antwort

    Nina

    Hallo mary 😊
    Also ich war zwei Jahre lang abhängig und habe dann auch sofort gar kein Spray mehr genommen. Seltsam fand ich , dass ich diesmal absolut keine ernsthaften Schwierigkeiten hatte.
    Die Nase war natürlich nicht sofort einwandfrei. Allerdings auch nie total verstopft. Ich konnte nach zwei-drei Tagen super damit umgehen. Ich denke ich kann von Glück reden. Vielleicht ist es bei dir auch einfach der perfekte Zeitpunkt gewesen, um aufzuhören.
    LG und viel Glück auf deinem weiteren Weg 😊
    Nina

  • #34063 Antwort

    Bine

    Kortisonnasenspray verschreiben laßen und euere sucht ist besiegt! Dauert paar tage, doch hilft

  • #34073 Antwort

    Suechtling

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen: Ich finde diese Tipps „einfach XYZ nehmen und es ist garantiert weg“ einfach nur noch ermüdend und teilweise auch recht arrogant.

    Wenn ich überlege, was ich schon alles an Tipps bekommen habe, die „garantiert helfen“, und NICHTS davon hat etwas gebracht. Seien es nun diverse Cortisonsprays (hab mittlerweile vier verschiedene durch), Nasenspülungen (das wird auch oft als garantiert wirkendes Heilmittel angepriesen), Meerwasserspray, Atemphysiotherapiegeräte, Nasensalben, diverse Pflegesprays (mit Dexpanthenol, liposomale Nasensprays etc.), Nasenöl, Mentholsprays und was weiß ich alles.

    Selbst zwei operative Muschelverkleinerungen (nebst Begradigung des Septums, Nebenhöhlensanierung etc.) habe ich schon hinter mir.

    Diese arroganten Beiträge „hilft garantiert!!11“ regen mich nur noch auf. WENN es so wäre, wäre die Problematik dieses Themas nicht so groß.

  • #34088 Antwort

    yvonnepink

    Da muss ich Suechtling wirklich Recht geben! Das sollte man so nicht übermitteln. Ich hab damals nach meiner OP sagen können „ICH“ war sofort weg davon, das muss aber nicht heißen das es bei anderen auch so sein wird ich glaube nämlich auch das es viel mit auf den Arzt ankommt der die OP macht
    Suechtling ich hoffe wirklich für Dich das Du auch bld sagen kannst jetzt ist alles Ok ! Du hast aber auch wirklich ein Pech damit gehabt.

Antwort auf: Entzug mit Hindernissen
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