Eine Woche auf entzug + tipps die euch vlt nützen

Nasenspray-Sucht Info Foren Ich will raus aus der Nasenspray-Sucht Eine Woche auf entzug + tipps die euch vlt nützen

  • Dieses Thema hat 5 Antworten und 1 Stimme, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre, 1 Monat von Sandra.
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  • #85053
    Kai
    Gast

    Moin moin
    Ich bin seit bestimmt schon 5 Jahren Nasenspray Süchtig. Ich kann nur mutmaßen das ich wie ziemlich oft in der Zeit zum Winter hin oder auch zum frühlingsanfang mehrfach erkältet war und es dann halt angefangen hat. Aber das soll hier ja grad mal keine Rolle spielen.
    Es hat sich langsam gesteigert und anfang diesen jahres hab ich ca 1 1/2 flaschen in einer Woche Verbraucht, bis letzte woche hab ichs auf knapp über eine Woche geschafft, was aber eher daran liegt das ich nur noch halbe sprühstöße genommen hatte.
    Ich war vor einiger Zeit bei meinem HNO und er sagte ich solle es mit Meersalzspray und Heilsalbe versuchen(hab ich momentan auch wieder aber damals hats nix gebracht).
    Hab auch ne Nasendusche die zu benutzen fällt mir zwar nicht allzu schwer aber mich ins Bad zu bewegen um sie anzuwenden ist da schon was schwieriger xD

    Naja wie dem auch sei, kommen wir zur Gegenwart:
    Letzte Woche hab ich mich einer Stichelei(wofür ich eigentlich nicht der typ bin xD) das ich nicht das durchalte vermögen hätte zum trotz dazu entschlossen es nicht mehr zu nutzen, das war vor knapp ner Woche gegen 10Uhr Abends.
    Die erste Nacht war der Blanke Horror, konnte ne Zeit nicht schlafen und hätte fast durchgemacht bei dem letzten Versuch hats dann doch noch geklappt.
    Mitlerweile klappt es wieder ganz gut mit dem einschlafen, obgleich es doch noch sehr anstrengend ist, der Tag vergeht darüber hinaus mit weniger Pein, da ich genug dinge hab auf die mein Fokus mehr liegt als auf das Problem mit der Nase.
    Teils ist die Nase mal auf und mal zu, wenn sie auf ist kann es aber genauso schnell weider zu sein, leider nie mehr als wenige Minuten(wenn ich schätzen müsste)

    Ich hab mir noch nicht viel hier durchgelsen und auch auf anderen Seiten nur ein wenig und wollte hier auch vlt ein paar nützliche Tipps hinterlassen die zumindest mir helfen.
    🙂
    Ich hab mehrfach gelesen das Leute Panische Angst haben zu ersticken, die Angst kann ich gut nachvollziehen doch: Ich denk mir dann immer, der Körper reagiert sobald die Nase keine Luft mehr ziehen kann, in dem er den Mund aufmacht und spätestens wenn das nicht der Fall ist wacht man auf. Auch wenn man dann Panik hat(Mir ists aufer couch glaub vor 4oder 5 Tagen passiert das ich eingenickt bin und dann auch etwas panisch aufgeschreckt bin(ist zwar nervig aber davon stirbt man nicht 🙂 ))
    Dies hilft mir zumindest davor keine Angst vorm schlafen zu haben.

    Wie kann man sich dann aber etwas erleichtern einzuschlafen?
    Ich kann da nur empfehlen irgendwas im hintergrund zu haben auf das man sich etwas fokussieren kann ob Hörbuch, Hörspiel, Musik, eine Serie oder n Film oder der Fernseher, kann normalerweise alles mit einem Timer versehen werden damits nicht die Ganze Nacht läuft ^^
    Hauptsache es ist etwas wobei man sich entspannen kann, ich würde aber davon abraten etwas unbekanntes zu hören(da fokussier ich mich teils etwas zu sehr auf die Stimmen als das ich dann einschlafen könnte)

    Was ich auch mache ist vor dem schlafen gehen meine Lippen dick mit Lippenpflegestift eínzuschmieren damit zumindest die Lippen nicht zu schnell austrockenen, wiedererwarten hatte ich seit Tag eins keine probleme mit Halzschmerzen.

    Zusätzlich verwende ich nasenheilsalbe und Meersalzspray was ich mit der Lösung für die Nasendusche wieder auffülle.
    Ganz wichtig bei der Nasendusche ist es, sofern man sich nicht damit auskennt nur die Salze zu verwenden die dafür vorgesehen sind, da die Duschen und Salztütchen genau auf einander abgestimmt sind, zu viel salz ist eh nie gut und trocknet die Nase wieder aus was der gegenteilige effekt wäre den man erzielen will 🙂

    Was ich demnächst vlt mal ausprobiere ist ne Salzgrotte, hat mir damals im Urlaub mal bei ner Erkältung gut getan(glaub ich, ist schon einige Jährchen her xD)

    Ich werde denk ich mal soweit sich neues ergibt definitiv hierdrunter weiter berichten^^

    Ich hoffe ich konnte euch mit meinen bisherigen erfahrungen ein wenig helfen, das wichtigste ist, nicht auf zu geben 🙂
    Ich glaube das es jeder schaffen kann auf zu hören.
    Deswegen viel Erfolg und Freundliche grüße von eurem noch Junkie-auf entzug, Kai 🙂

    #85059
    Eddy
    Gast

    Hallo Kai,

    vielen lieben Dank dafür, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um für die anderen Deine Tipps hier aufzuschreiben: großes Kino!

    Einige Deiner Tipps kommen wir selbst sehr bekannt vor und manche wurden hier auch von anderen schon mal genannt – aber man kann es ja nicht oft genug wiederholen, um denjenigen Mut zu machen, die vielleicht bis jetzt noch zögern oder zu viel Angst davor haben (zum Beispiel vorm Ersticken, die ja tatsächlich Panik auslöst, obwohl das nicht nötig ist).

    Den Plan, mal eine Salzgrotte zu testen, halte ich für prima. Warum? Nun, ich selbst hab bei meinem Entzug damals eine Woche an der Nordsee verbracht und bin damals stundenlang am Strand spazieren gegangen. Ich bin der Ansicht, dass mir die salzhaltige Luft damals sehr geholfen hat.

    Also noch mal vielen Dank für Deinen Beitrag. Und natürlich viel Erfolg für Deinen Entzug! Ich wünsche Dir, dass Du nie wieder Nasenspray brauchen wirst!

    BG
    Eddy

    #85223
    Anna
    Gast

    Huuhuuu ihr lieben ,
    Vielleicht Mache ich euch ein wenig Mut indem ich euch sage das ich mich seit heute auch im kalten Entzug befinde , nach 2 Jahren nasenspray sucht ! Ich hab mich heute dazu entschieden alle Flaschen die ich hier habe kaputt zu machen und zu entsorgen , damit ich auch ja nicht in Versuchung komme ! Da ich nächste Woche an der Nase operiert werde habe ich auch keine andere Wahl davon los zu kommen ! Wir haben Tag 1 und ich merke das es sehr hart ist , Vorallem ist es nervig beim Essen, wenn die Nase so zu ist !!! Aber ich werde es auf jeden Fall durchziehen ! Die ganzen Kommentare hier machen mir Mut ! Ich bin da mittlerweile zu versichtlich und versuche mir die ganze Zeit einzureden das es halb do schlimm ist ! Denn ich kann zu 100% bestätigen das es wirklich sehr viel kopfssche ist ! Habe auch schon öfters drüber nachgedacht , und mich jetzt dazu entschlossen es durchzuziehen ! Ja es ist hart , aber umso schöner wenn es geklappt hat ! Gibt euch einen Ruck , zerstört eure Flaschen und zieht es durch ! 😂 haha

    #85318
    Kai
    Gast

    Mal ein kurzes Update:
    Es sind nun 4 Wochen vergangen und mitlerweile funktionierts auch gut, auch wenn das verlangen nach suchtstoff ab und zu da ist was in der ersten Zeit vollkommen normal ist, bin ich doch stolz darauf zu wiederstehen.
    Die Nase sitzt noch immer sehr lange zu und geht sehr selten ganz auf, aber ich habe die Hoffnung das sich das normalisiert und ich bald wieder ganz normal Atmen kann xD
    Es ist aber definitiv ertragbar und egal ob man kurz davor steht oder schon im entzug ist, durchhalten und glauben, man gewöhnt sich eigentlich doch recht schnell darann nichtmehr zum fläschhen zu greifen.

    Eine momentane ablenkung hab ich für mich selbst gefunden, fast schon eine sucht :’D 😉 Ich hab vor wenigen wochen die Faszination der Karten entdeckt und saß wirklich einige Stunden am PC und hab das Mischen geübt xD gut so wirklich ablenken tats nicht aber es hat spaß gemacht ^^ ka warum ichs hier rein schreib xD

    In der nächsten Woche(so nehm ichs mir jetz einfach mal vor, hoffentlich schaff ichs auch) werde ich ne Salzgrotte besuchen und mal schauen ob das was bringt. Dann gibt es wieder ein Update bis dahin ciao und immer weiter durchhalten leute 🙂

    @Anna
    Da ich keine Ahnung habe was man bei Ops wünscht einfach schonmal eine gute Heilung der Wunden 🙂
    Dein entsorgen der Fläschchen find ich gut, wobei die formulierung zerstört ein wenig drastisch klingt xD naja gut so ists wenigstens auch weg xD
    Meine Flasche steht noch mit einigen leeren auf dem Fernsehtisch als Mahnmal xD
    Ich wünsche dir gutes gelingen beim durchhalten, und so schwer ist es auch nicht, es ist zum glück nicht so das wie bei Löcher jeder tag schlimmer ist als der vorherige xD sondern eher immer etwas besser weil du dich auch drann gewöhnst ^^

    #85319
    Kai
    Gast

    @Eddy
    Danke für deinen Kommentar ^^

    Na dann bin ich noch zuversichtlicher wegen der Salzgrotte ^^

    Gerne, dir möchte ich ebenfalls danken ^^ du hast uns diesen Platz zum Austauschen erschaffen und ich denke das auch wenn sich nur einer meinen Beitrag durchliest und etwas daraus für sich mitnimmt, das es sich gelohnt hat 😀

    Vielen Dank, wie eben gepostet halte ich seit nun 4 Wochen durch und der Zähler schreitet weiter ^^

    #85332
    Sandra
    Gast

    Hi, ich habe noch ein paar Tipps für die ersten Tage:

    Nimm ein paar Tage frei. Die ersten Nächte werden schwierig!
    – Die erste Nacht wird nicht gut werden. Das wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für ein Netflix Probeabo und einen Serienmarathon.
    – Wenn man schläft ist es äußerst wahrscheinlich dass man schnarcht. Es fördert den Ehefrieden, wenn man die ersten Nächte alleine verbringt.
    – Nasenöl, Salzwasserspray und Nasendusche helfen nach ein paar Tagen die Schleimhäute zu regenerieren.
    – Kortisonsprays können helfen, dass die Schleimhäute abschwellen und man etwas besser atmen kann. Niedrig dosierte Sprays gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Vor der Verwendung sollte man sich aber beraten lassen.
    – Tabletten mit Pseudoephedrin schwellen die Schleimhäute ab und haben angeblich keinen Gewöhnungseffekt. Sie erhöhen allerdings den Blutdruck und können Herzrasen auslösen. Sie können aber den Übergang erleichtern, sofern man niedrigen Blutdruck hat.
    – Mit Salzwasser inhalieren.
    – Viel Bewegung hilft die Nase zu durchbluten und macht die Nase frei(er). Das ist die Zeit eine Wanderung zu beginnen oder den großen Hausputz zu machen.
    – Nach ein paar Tagen kann man meistens besser riechen als vorher. Ist vielleicht nicht die optimale Zeit in einer überfüllten Ubahn zu fahren.

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