Auf dem besten Weg Clean zu werden

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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Eddy vor 1 Jahr, 3 Monate.

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    Yvi38

    Hallo zusammen,

    ich will euch auch mal von meinen Weg berichten wie ich gerade dabei bin mich von jahrelangem Nasenspraykonsum zu entwöhnen und wie es dazu kam:

    Also angefangen hat alles so ca. vor 7 Jahren. Allerdings wurde erst im Jahr 2011 eine Schimmelpilzallergie bei mir festgestellt. Ich reagierte auf Schimmelpilze mit verstopfter Nase, häufigen Niesattacken und heftigen Juckreiz an der Nasenspitze. Niesen und Jucken bekämpfte ich mit den Cetirizien Tabletten und das andere eben mit Nasenspray. Seit Ende letzten Jahres war ich einfach nur noch genervt von der ständigen Sprüherei, ich musste ca 5-10 mal pro Tag sprühen. Auf jedenfall morgens gleich und natürlich wie alle vorm schlafen gehen. Alle 2-3 Wochen benötigte ich ein neues Nasenspray. Da nahm ich das von AL, weil man das aufschrauben konnte, um es mit Wasser zu verdünnen. Wenn ich mal meine Cetirizien Tabletten mal nicht nahm, merkte ich spätestens nach 2 Tagen wieder die Niesattacken und das Jucken – also es ging nicht ohne. Besonders nervig wurde es während der Arbeitszeit. Sobald ich genossen habe, wurde die Nase wieder dicht, also zig mal ausschnauben und wieder sprühen. Anfang diesen Jahres war ich beim Vorsorge Check Up und bei mir wurde eine leichte Fettleber festgestellt, die mit Bluttests 3 x kontrolliert wurde. Ich recherchierte und kam zu dem Schluss dass es ja mit der täglichen Einnahme meiner Allergietabletten zu tun haben könnte. Ich machte einen Termin bei einem neuen HNO Arzt, der bei mir einen neuen Allergietest machen wollte. Also mußte ich eine Woche vorher die Cetirizien Tabletten weglassen. Und schon da war ich erstaunt, dass ich dann gar kein Jucken an der Nase verspührte und auch nicht öfters niesen musste als normal. Beim 3. Bluttest der nach weglassen der Cetirizien erfolgte, waren meine Leberwerte wieder im Normalbereich.

    Der neue Allergietest ergab: KEINE Reaktion mehr auf Schimmelpilze, sondern jetzt auf Katzenhaare. Ergebnis beim Arzt: Cetirizien Tabletten sind absolut nicht für langjährige Anwendung gedacht und ich solle die sofort absetzen, die Katzen abgeben und bekam ein Cortisonhaltiges Nasenspray, was ich dann 3-4 Monate einnehmen solle. Am Anfang dürfe ich ca 2-3 Tage nebenbei abends das abschwellende Nasenspay noch verwenden.

    Am 9.3.16 fing ich an mit dem Cortisonspray. Das andere Nasenspray hab ich dann 1x am Tag zur Nacht ca 7 Tage noch nebenbei genommen und dann nicht mehr. Heute am 10.3.16 bin 21 Tage OHNE abschwellendes Nasenspray und OHNE Cetirizien und es klappt besser als ich zuvor gedacht hätte. Die Nase ist am Tag komplett frei, dass ich mit geschlossenem Mund atmen kann und morgens und vorm Einschlafen ist meist nur 1 Loch zu ca. 40 % dicht, was aber total erträglich ist.

    Auch mein Kater schläft nach wie vor bei mir im Zimmer und ich reagiere irgendwie nicht so drauf. Schalte dafür hin und wieder mein Luftreiniger ein und Kater wird mit ALLERPET abgerieben und das war`s.

    Aber ganz ohne Hilfsmittel ging es bei mir natürlich nicht, deshalb hier mal meine Tips um den Entzug zu erleichtern:

    – Coldastop Nasenöl = sehr angenehmes Gefühl in der Nasen zur Befeuchtung der Schleimhäute und damit sie sich wieder regenerieren. Sehr angenehm finde ich den Duft von Orangen, man hat auch recht lange was von dem Fläschchen mengenmäßig gesehen, allerdings soll man die Flasche nach Anbruch nur 2 oder 3 Monate gebrauchen.

    – AIRWAVES Kaugummis = da wird die Nase angenehm frei von – die pusten alles durch 😉 Geht sicherlich auch mit Fishermen Friends oder so

    – Nasenpflaster von „Besser Atmen“, ist nur was wenn die Nase vielleicht so ca 60-70 % dicht ist. Die Strips heben tatsächlich die Nasenflügel an, dass man etwas besser durchatmen kann.

    – Nasendusche von Emser = ja war ganz angenehm (ist auf jedenfalll nicht eklig oder fühlt sich komisch an). Besser atmen konnte ich dadurch jetzt nicht, aber ich benutze sie um meine Schleimhaut zu befeuchten und damit sie sich wieder besser regenieren kann.

    – Blistex Lippembalsam = ist ja eigentlich wie ein Labello für die Lippen gedacht. Aber dadurch dass man aus der kleinen Tube so eine Creme rausquetschen kann, habe ich etwas, was ich mir in die Nase schmiere. Durch das Menthol kann ich besser atmen. Sehr angenehm.

    – Nasensalbe = hatte bei mir jetzt keinen durchschlagenden Effekt. Kann man nehmen um in der Nase alles feucht zu halten.

    – Meerwassernasenspray = DAS finde ich sehr unangenehm. Es brennt in der Nase wie nix gutes und dabei habe ich schon hypertones genommen. Also da bekam ich auch keine bessere Luft durch.

    Die Einlochmethode habe ich nicht gewählt. Ich habe mir, denke ich, von jedem etwas ausgesucht und bin froh dass es so schnell geklappt hat. Man muß nur eben anfangen und alles möglich ausprobieren. Und für sich selbst rausfinden was am besten geht. Es lohnt sich auf jeden Fall und vor allem ist es auch toll, nicht mehr in jeder Hosen – oder Jackentasche Taschentücher zu haben 🙂

    Es kommt sicher drauf an, wie leidensfähig jeder ist, wie oft man am Tag gesprüht hat (wie gesagt ich kam mit meinen Flaschen ca 2-3 Wochen aus) und wie lange man schon abhängig war. Aber wenn ich weiss, dass man irgendwann seine Nase so geschädigt hat dass die Schleimhäute irreparable kaputt sind und dann diese Stinknase bekommt die einen total in die Isolation führt – dafür hat sich der Entzug jetzt echt gelohnt und ich bin total stolz auf mich.

    HALTET durch, es ist zu schaffen – auch mit ALLERGIE 🙂

  • #31822 Antwort

    Eddy
    Keymaster

    Boah, was für eine Odyssee! Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, das alles so ausführlich für uns aufzuschreiben! Ich ziehe meinen virtuellen Hut vor Dir!

    Bei Deinen Tipps ist für mich ganz neu ie Sache mit den Airwaves hinzu gekommen. Klingt aber logisch und passt zu dem Tipp, den mir mein HNO letztens gegeben hatte. Der kühlende Effekt wirkt sich wohl positiv auf die Nase aus. Cool!

    Was mich etwas verwunderte ist, dass Deine Katze jetzt doch kein Problem darstellt, obwohl eine Allergie diagnostiziert wurde?

    In jedem Fall gratuliere ich Dir dafür, dass Du einen eisernen Willen hattest und den Entzug so konsequent durchgezogen hast! Tschakka!! 🙂

    Danke nochmals und alles Gute für Dich!

    Viele Grüße
    Eddy

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