Angstzustände und Schweißausbrüche

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Cornelia vor 3 Jahre, 7 Monate.

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  • #541 Antwort

    Cornelia

    Hallo zusammen, bin gerade per Zufall auf diese Seite gekommen. Ich bin jetzt 29 Stunden im “Entzug”. Liege wieder schlaflos und unruhig im Bett. Bin seit sehr vielen Jahren abhängig. Ich weiss nicht genau wie lange, auf jeden Fall zu lange. Habe gestern mit meiner Ärztin besprochen, dass ich ab sofort nur noch Kindernasenspray verwende, morgens zusätzlich Kortisonspray und ich bekomme noch zwei Medikamente um die Entzugserscheinungen unter Kontrolle zu halten. Leider ist es schlimmer als ich erwartet habe. Ich habe extreme Angstzustände begleitet von Schweissausbrüchen, zittere am ganzen Körper, kann nachts nicht schlafen weil ich Angst habe zu ersticken, da die Nase zu ist… mit anderen Worten, ich habe extreme Panikattacken. Zu allem elend hin, lebe ich allein und fühle mich einsam. Da ich nachts nicht schlafen kann, kann ich auch nicht arbeiten. Kann mir jemand sagen, wie lange das mit dem “Nicht schlafen” geht? Wie lange der ganze Entzug dauert? Ich möchte nach meinen Ferien am 9. Dezmber wieder anfangen zu arbeiten, habe aber wegen der Schlafprobleme grosse Mühe damit.

  • #542 Antwort

    Eddy
    Keymaster

    Ich leide gerade förmlich mit Dir, Cornelia! Was du beschreibst, löst bei mir ein komplettes Deja-Vu aus…

    Du befindest Dich in der absolut schwierigsten Phase des Entzuges. Das ist die Zeit, in der Dein Körper noch nach dem Wirkstoff lechzt und Dir die Nase verstopft und Kopfschmerzen beschert, wenn er seine Droge nicht bekommt. Und gleichzeitig musst Du auch noch diesen Psycho-Terror überstehen, der Dich glauben lässt, dass du ersticken wirst!

    Ich kenne das ganz genau! Hab selbst einige Nächte lang mein Bett hochgestellt, weil ich dachte, in der Waagerechten zu sterben.

    Die schlechte Nachricht ist: da musst Du durch! – Und die gute: Du wirst nicht ersticken – und Du wirst nach einigen Tagen merken, dass der Stress nachlässt. Du wirst einschlafen können, obwohl die Nase zu ist. Und Du wirst durchschlafen können. Ich bin auch sehr sicher, dass Du lange vor dem 9.12. fit für die Arbeitswelt bist.

    Aber bis dahin sind es leider noch ein paar schlimme Tage und vor allem Nächte. Bitte sei stark und gib nicht auf! Was andere geschafft haben, das kannst Du auch! Ich drücke Dir die Daumen!

  • #567 Antwort

    Cornelia

    Hallo zusammen.
    Nachdem ich zwei Tage im Entzug sehr gelitten habe, habe ich entschlossen, in eine Klinik zu gehen. Die Entzugserscheinungen waren extrem schlimm für mich. Bin fast durchgedreht. Die Ärzte haben mich sofort auf kalten Entzug gesetzt und mit Medikamenten eingestellt. Ich bin nun “clean” und es fühlt sich fantastisch an. Nehme jetzt nur noch Meersalzslray mit Dexpanthenol und kann schön frei durchatmen. Die Entscheidung, den Entzug in einer Klinik zu machen, war genau die richtige für mich. Danke für diesen Blog lieber Eddy. Hat mir sehr viel Mut gemacht und Kraft gegeben.
    Lg Coni.

    • #568 Antwort

      Eddy
      Keymaster

      Danke für Deinen Bericht, Coni: vielleicht ist das auch ein möglicher Weg für andere, die Unterstützung benötigen! Ich erinnere mich, dass Du unter Angstzuständen gelitten hast (Angst vor Ersticken) und keiner da war, der Dir hätte helfen können…

      Ich freue mich sehr, dass Du diesen Schritt getan hast und nun auf dem richtigen Weg bist, um für immer ohne Nasenspray leben zu können! Das ist total klasse!!

  • #621 Antwort

    Cornelia

    Hallo Eddy.

    Das mit den Panikattacken und Angstzuständen hat sich zwar sehr verbessert, aber sie sind immer noch da, vor allem abends vor dem einschlafen. Ich hatte schon vor dem Entzug psychische vorbelastungen und die haben sich dann während des Entzugs verstärkt. Ich nehme jetzt morgens 1 Tablette Seralin 50mg und abends vor dem schlafen geh’n 1 Tablette Zyprexa 5mg. Mit den Medikamenten geht es immoment sehr gut und ich kann auch schnell ein und vor allem durchschlafen. Die Medikamente machen angeblich nicht abhängig, aber man sollte auch nicht plötzlich damit aufhören. Mit der Nase geht es tagsüber sehr gut, nur abends, wenn ich mich hin lege, geht die Nase immer noch stark zu, aber dann nehme ich Meersalzspray mit Dexpanthenol und dann geht’s wieder. Ich bereue den Entzug aber auf gar keinen Fall. Es war richtig, dass ich das gemacht habe und kann es jedem ans Herz legen, auch wenn die ersten Tage der Horror sind.

    Liebe Grüsse Cornelia

  • #622 Antwort

    Eddy
    Keymaster

    Vielen Dank für die Rückmeldung, Cornelia! Damit sehen auch die anderen, dass Deine Methode auch ein wirksamer Weg ist, um von der Droge weg zu kommen!

    Ich muss mal nach diesen Medikamenten googeln, da ich keine Ahnung hab, was die bewirken: ist sicher gegen Deine Angst-Zustände? Ich hoffe, dass Du die auch bald in den Griff bekommst.

    Schöne Grüße und FROHE WEIHNACHTEN !!

  • #623 Antwort

    Cornelia

    Hi Eddy.

    Also das Seralin ist ein Antidepressiva, welches die Stimmung aufhellt, das Zyprexa wird häufig bei Schizophrenie eingesetzt, wirken aber auch gut gegen Panikattacken, Angstzustände und Schlafproblemen. Natürlich ist es mein Ziel, diese Medikamente wieder abzusetzen, aber immoment helfen diese mir sehr!

    Auch Dir wünsche ich frohe und gesegnete Weihnachten!

    Liebe Grüsse Cornelia

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