Ich mache Schluss!

Dieses Thema enthält 14 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Maximilian Weber vor 2 Tagen, 11 Stunden.

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  • #34038 Antwort

    Anne

    Hallo zusammen,

    ich lese schon seit einer Weile hier im Forum mit und würde nun gerne selbst ( auch zum Zwecke der Eigenmotivation;) ) meine Geschichte erzählen…

    Soweit ich mich erinnern kann, fing alles mit einer hartnäckigen Erkältung an und endete damit, dass ich diesen neuen kleinen Begleiter in Fläschchenform plötzlich nicht mehr los wurde.
    Mit der Zeit hatte man sich so sehr aneinander gewöhnt, dass man gar nicht mehr ohne ihn sein wollte geschweige denn konnte..
    Wir verbringen mittlerweile knapp 6 Jahre miteinander und obwohl jeder sagt ‚der tut dir nicht gut‘, ist man wie süchtig!
    Qualvolle Therapien wie die Laserconchotomie schweißten uns nur noch mehr zusammen. Wir waren füreinander bestimmt!
    Dass man seit Jahren immer wieder von Fremden für erkältet oder allergisch gehalten wird, spielt man einfach gekonnt mit, die kennen uns schließlich gar nicht.
    Da kommt es uns gerade gelegen, dass ich dich auch über diverse Online-Apotheken erreichen kann, nachdem man anfangs noch alle ortsansässigen Apotheken im Wechsel angefahren ist um nicht aufzufallen.
    Immerhin habe ich dank dir immer ein Taschentuch für jedermann parat, dafür aber auch ständig die Mülltonne bis zum Anschlag voll..
    Und obwohl mein Lebensgefährte unsere Dreiecks-Beziehung von Anfang an akzeptiert hat, war es nicht in meinem Sinne, dass er regelmäßig reiß aus ins Gästezimmer nimmt, weil ich durch dich gelernt habe so herrlich zu Schnarchen.
    Hast du vielleicht doch keinen so guten Einfluss auf mich?
    Dabei hast du vor ca. einem Jahr extra schon dein Äußeres für mich geändert und trägst jetzt diesen bunten Beinamen ‚KINDER‘ auf deiner Brust. Ein Schritt in die richtige Richtung..?!

    Vor genau einer Woche dann der Schock…
    Ein fieser Schnupfen stellte sich uns in den Weg. Du hast alles gegeben, konntest aber nichts gegen ihn ausrichten. Dein neues Ich war einfach zu schwach und zurück zu deinem ‚großen Bruder‘? AUF GAR KEINEN FALL!
    Mein Entschluss stand fest: Bis hier hin und nicht weiter!

    Leichter gesagt als getan.
    Man kann sagen: Wir haben den Kontakt halbiert! Auf der rechten Seite treffen wir noch regelmäßig aufeinander, zur linken Seite habe ich dir jeglichen Kontakt untersagt. Bisher mit Erfolg! Es fällt mir erstaunlich leicht, obwohl der Zustand der linken Seite zwischen Sehnsucht und Freiheit schwankt. Dennoch will ich durchhalten und es schaffen, dich irgendwann ganz ‚aus meinem Kopf zu bekommen‘!;)

    Würde mich freuen von euch mehr zu dieser ‚Ein-Loch-Methode‘ zu hören:) Was habt ihr für Erfahrungen damit gemacht?

    Liebe Grüße,
    Anne

  • #34039 Antwort

    Eddy

    Hallo Anne,

    zunächst mal muss ich sagen: Du hast mich mit der Überschrift erst einmal geschockt! Das kann man ja auch erst einmal falsch verstehen, was da steht! Puh!

    Und dann möchte ich Dir dafür danken, dass Du das eigentlich so traurige Thema auf so humorvolle Weise verpackt hast: ganz großes Kino, so wie Du geschrieben hast! Klasse!

    Zu Deiner Frage möchte ich Dir empfehlen, einfach mal die Suche zu bemühen, um die vielen Einträge zu finden, die hier schon zur „Ein-Loch-Methode“ geschrieben wurden. Das Suchfeld findest Du hier: http://nasenspraysucht.info/nasenspraysucht-forum/

    Viel Erfolg und liebe Grüße
    Eddy

  • #34053 Antwort

    Anne

    Hallo Eddy,

    die Überschrift sollte sich natürlich einzig und allein auf meine Beziehung zum Nasenspray beziehen;D

    Danke für deinen Hinweis, habe mir bereits vorab einige Beiträge durchgelesen, auch zum Thema ‚Ein-Loch-Methode‘. Kann man denn sagen, dass ich zur Zeit einen kalten Entzug zumindest auf der linken Seite vollziehe? Oder hat das Sprühen auf der rechten Seite immernoch Auswirkungen auf links?
    Ich habe mir auch noch einmal einen Termin beim HNO-Arzt geholt, der ist in genau zwei Woche, um alles andere wirklich ausschließen zu können. Bis dahin MUSS ich einfach durchhalten!

    Bin jetzt bei Tag 6 ohne Spray auf dem linken Nasenloch und stelle fest, dass ich mit der Seite ohne Spray besser klarkomme als mit der Seite auf der ich das Spray noch regelmäßig benutze. Links schwankt zwar tatsächlich noch zwischen auf und zu, erst recht sobald ich sitze,liege oder von kalter in warme, warmer in kalte Umgebung wechsel, und ich würde auch noch nicht davon sprechen, dass sich das Atmen durch diese Seite besonders frei anfühlt oder anhört, aber dieser schreckliche Druck ist lange nicht mehr so schlimm vorhanden wie vor einer Woche. Auch war heute der zweite Morgen an dem ich mit einigermaßen freier linken Seite aufgewacht bin und ’nur noch‘ die rechte Seite in den Griff bekommen musste..

    Habt ihr auch diese schrecklichen Niesanfälle morgens mit komplett verstopfter Nase und braucht dann erstmal einige Sprühstöße um wieder klarzukommen? Das kenne ich sonst nur von Allergikern, und Allergien konnten bei mir komplett ausgeschlossen werden.

    Mir ist es in der Öffentlichkeit auch immer total unangenehm das Spray rausholen zu müssen. Ich versuche es immer möglichst unauffällig zu benutzen, was natürlich zusätzlich auf die Psyche schlägt. Kennt ihr das oder wie geht ihr vor anderen mit dem Thema um?

    Liebe Grüße,
    Anne

  • #34057 Antwort

    Svenja

    Ich hatte Anfangs auch die Ein-Loch-Methode gestartet bin dann aber komplett von dem Zeug weg gegangen, weil ich der Meinung war, so ist es schneller vorbei als erst rechts dann links nochmal zu starten 😀 (seit 3 Tagen nun)

    Mir war es auch immer sehr unangenehm in der Öffentlichkeit zu sprühen. Meist dann das Spray im Ärmel gehabt und dann gesprüht wenn keiner guckt.

    Niesanfälle habe ich nicht sonderlich, dafür ist meine Nase bzw auch Hals total verschleimt und immer wenn ich Nase putze ist alles voller Schleim.

    Auf jeden Fall noch weiterhin gutes Gelingen! 🙂
    Svenja

  • #34060 Antwort

    Anne

    Hey Svenja,

    ab wann bist du denn auf den kompletten Entzug umgestiegen? Also in welchem Zustand befand sich die erste Seite zu dem Zeitpunkt? Und wie sieht es momentan bei dir aus? Ich bin wie gesagt jetzt beim 6. Tag der Ein-Loch-Methode und habe zwar das Gefühl dass es von Tag zu Tag besser wird, aber frei durchatmen kann man das noch lange nicht nennen..
    Und sobald die rechte Seite dann wieder zuschwillt, bin ich heilfroh dort noch das Spray nehmen zu können, weil ich sonst glaube ich durchdrehen würde:D
    Diesen zähflüssigen Schleim habe ich auch ganz extrem beim Naseputzen..
    Bin aber schon froh überhaupt putzen zu können! Bis vor dem Entzug war die Nase manchmal so zugeschwollen dass ich beim Putzen das Gefühl hatte mein Kopf würde explodieren weil nichts aus der Nase kommen wollte.

    Dir auch noch alles Gute!!:)
    Anne

  • #34062 Antwort

    Bine

    Geht zum arzt und laßt euch ein nasenspray mit kortison verschreiben, zb. Nasomex und ein paar tage später ist eure sucht Vergangenheit!

  • #34068 Antwort

    Anne

    Hallo Bine,

    das habe ich alles schon gehabt;) …und hat nichts gebracht!
    Vielleicht war mein Wille aber in dem Moment noch nicht so stark wie jetzt:D
    Wie gesagt, habe in knapp zwei Wochen einen Termin beim HNO, mal sehen was der so sagt.. beim letzten Mal (wohlbemerkt min. 2 Jahre her) hieß es nur ‚ja, dann müssen sie das Nasenspray GANZ EINFACH weglassen’…ACHWAS!

  • #34074 Antwort

    Suechtling

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, Bine, aber: Ich finde diese Tipps „einfach XYZ nehmen und es ist garantiert weg“ einfach nur noch ermüdend und teilweise auch recht arrogant.

    Wenn ich überlege, was ich schon alles an Tipps bekommen habe, die „garantiert helfen“, und NICHTS davon hat etwas gebracht. Seien es nun diverse Cortisonsprays (hab mittlerweile vier verschiedene durch), Nasenspülungen (das wird auch oft als garantiert wirkendes Heilmittel angepriesen), Meerwasserspray, Atemphysiotherapiegeräte, Nasensalben, diverse Pflegesprays (mit Dexpanthenol, liposomale Nasensprays etc.), Nasenöl, Mentholsprays, Capsaicin-Spray und was weiß ich alles.

    Selbst zwei operative Muschelverkleinerungen (nebst Begradigung des Septums, Nebenhöhlensanierung etc.) habe ich schon hinter mir.

    Diese arroganten Beiträge „hilft garantiert!!11“ regen mich nur noch auf. WENN es so wäre, wäre die Problematik dieses Themas nicht so groß.

  • #34131 Antwort

    Anne

    Hey Suechtling,

    ich stimme dir voll und ganz zu! Ich glaube man kann nicht pauschal sagen welches Mittel oder welche Methode bei garantiert jedem zum Erfolg führt.
    Ich selbst habe in den letzten Jahren sämtliche Versuche gestartet: Laserbehandlung,Nasendusche,Inhalieren,Kortisonspray,Allergietests,Heilpraktier,…….alles ohne jegliche Verbeserung des Zustandes:(
    Laut HNO liegt auch keine schiefe Nasenscheidewand oder ähnliches vor..(so war es zumindest bei meinem letzten Termin, der aber bestimmt auch schon knapp zwei Jahre zurückliegt)
    Ich habe sicherheitshalber nochmal einen neuen Termin gemacht, der ist in einer Woche, um für diesen ersten richtigen Entzug alle Eventualitäten ausschließen zu können;)

    Ich bin übrigens aktuell bei Tag 13 linkes Nasenloch & Tag 5 rechtes Nasenloch:D
    Tagsüber ist es echt auszuhalten! Man kann zwar immernoch nicht von ‚frei durchatmen‘ sprechen, aber das starke Verlangen nach dem Spray ist weg!!
    Aaaaaber, sobald ich im Bett liege geht gar nichts mehr..der Zustand nachts ist also beinahe unverändert und ich wache noch immer mit verstopfter Nase auf..

    Ich weiß dass man nicht verallgemeinern kann wann das schlimmste überstanden ist..aber ich frage mich dennoch wann ihr das Gefühl hattet einen ‚cleanen‘ Zustand erreicht zu haben? Würde auch gerne mehr zum Verlauf von euren Entzügen lesen wollen:)
    Ich komme tagsüber zwar schon sehr gut klar, bin aber noch sehr verschnupft und gerade beim Wechsel von kalter in warme Umgebung (oder andersrum) wechselt die Nase von auf,zu,auf,zu..

    Liebe Grüße

  • #34154 Antwort

    Jana

    Hallo Anne,

    Ich habe zwar schon andere Themen hinterlassen, aber weil deine Geschichte schon typisch zu sein scheint: Dürfte ich sie in meinem Beitrag für Zeit Online verwenden?

    Liebe Grüße

    Jana

  • #34162 Antwort

    Anne

    Hey Jana,

    gerne darfst du meine kleine Story verwenden;)
    Lass mich doch bitte kurz wissen, wann der Beitrag veröffentlicht wird!

    Liebe Grüße,
    Anne

  • #34682 Antwort

    Jana

    Hallo Anne,

    Ich bin jetzt nicht bei Zeit Online, sondern woanders für das Volontariat untergekommen und da sich das Thema mit der Printausgabe überschnitten hat, wird der Beitrag (ein Probeartikel) wahrscheinlich nicht veröffentlicht… Vielen Dank trotzdem, dass ich deine Geschichte verwenden durfte.

    Liebe Grüße und noch viel Erfolg

    Jana

  • #34690 Antwort

    Mesut

    Anne deine Geschichte ist einerseits lustig und andererseits traurig :). Dreierbeziehung hehe muss immernoch lachen. Aufjedenfall nicht aufgeben weitermachen.

  • #36908 Antwort

    Maximilian Weber

    Super, zieh das durch! Wir stehen hinter dir.

  • #36909 Antwort

    Maximilian Weber
Antwort auf: Ich mache Schluss!
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